Günstig wie selten: Sanofi-Aktie trotzt der Konkurrenz aus dem Labor
Julian Schick
Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.
Ein neuartiger Antikörper könnte Sanofis Asthma-Pipeline entscheidend voranbringen. Die Bank Berenberg bestätigt ihr Kursziel von 105 Euro und sieht bei der Pharma-Aktie weiterhin deutliches Kurspotenzial für Investoren.
Für dich zusammengefasst:
Sanofi entwickelt einen neuen Wirkstoff gegen Asthma.
Der Antikörper Lunsekimig blockiert zwei Entzündungsbotenstoffe.
Analysten erwarten einen Spitzenumsatz von 1,8 Milliarden USD.
Sanofi könnte mit einem neuen Wirkstoffkandidaten gegen Asthma einen wichtigen Fortschritt erzielen. Die Analysten von Berenberg bestätigen ihre Kaufempfehlung für den französischen Pharmakonzern und belassen das Kursziel bei 105 Euro, ein Aufwärtspotenzial von rund einem Drittel zur aktuellen Notiz von 78 Euro.
Im Zentrum der Einschätzung steht der Antikörper Lunsekimig, der gleich zwei Entzündungsbotenstoffe blockiert. Am 8. September werden auf dem Kongress der European Respiratory Society in Barcelona detaillierte Daten der Phase-2b-Studie Aircules vorgestellt. Damit der Wirkstoff im umkämpften Markt bestehen kann, muss er nach Einschätzung der Analysten die Asthma-Schubrate um mehr als 60 Prozent senken und zugleich die Lungenfunktion verbessern. Ein möglicher Vorteil gegenüber bestehenden Therapien: Lunsekimig müsste seltener gespritzt werden als die Konkurrenzpräparate, die zwischen zwölf und 26 Injektionen pro Jahr benötigen. Berenberg kalkuliert für den Wirkstoff mit einem Spitzenumsatz von rund 1,8 Milliarden US-Dollar.
Neben positiven Zwischenergebnissen bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung mit Polypen scheiterte eine Studie zu Neurodermitis überraschend, obwohl der Wirkmechanismus dort eigentlich helfen sollte. Weitere Ergebnisse zu Hochrisiko-Asthma werden erst 2028 erwartet, Daten zu COPD Ende 2029.
Auch bei der Konkurrenz tut sich einiges: Das Biotech-Unternehmen Upstream Bio erzielte mit seinem Antikörper Verekitug bei vierteljährlicher Gabe ähnlich gute Werte wie das etablierte Präparat Tezspire, bei halbjährlicher Dosierung fiel die Wirkung schwächer aus. Auch GSK und Pfizer arbeiten an eigenen Kandidaten, deren Daten im zweiten Halbjahr erwartet werden.
Berenberg betont zudem, dass die Sanofi-Aktie historisch günstig bewertet ist. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2027 liegt bei 8,5, der europäische Branchendurchschnitt bei 13,6. Die Analysten verweisen auf den soliden Umsatzwachstumspfad im mittleren einstelligen Bereich, mahnen aber, dass der Patentschutz für das Kassenschlager-Medikament Dupixent ab 2032 ausläuft. Neue Übernahmen könnten nötig sein, um die Entwicklungspipeline aufzufüllen.
Werbung
Passende Knock-Outs
Strategie
Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
Fallender Kurs
Put
5
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB3H614 ,
DE000NB3H622 ,
DE000NG64862 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.