Grünen-Fraktionschefin: Regierung sieht bei Spritpreis-Abzocke zu

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 327
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Bündnis 90/Die Grünen ist eine ökologisch-soziale politische Partei in Deutschland.
- ©iStock

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts hoher Spritpreise fordern die Grünen eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. "Die Ölkonzerne machen sich die Taschen voll, während viele Familien jeden Euro dreimal umdrehen müssen", sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge der "Bild". "Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass die Regierung zusieht, wie die Menschen in Deutschland abgezockt werden." Um Abhilfe zu schaffen, forderte sie eine Übergewinnsteuer.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Nach Einschätzung des ADAC ist das Preisniveau für Sprit seit Wochen zu hoch. Als Treiber gelten der jüngste Anstieg des Ölpreises aufgrund der faktisch durch den Iran blockierten Straße von Hormus und die aktuelle Dürre in Teilen Deutschlands. Normalerweise spielt unter anderem der Rhein eine wichtige Rolle für den Transport von Öl (Rohöl) und Sprit auf Tankschiffen. Weil dies durch die derzeit extrem niedrigen Pegelstände stark eingeschränkt ist, fallen höhere Logistikkosten an.

Dröge monierte, die Bundesregierung sei untätig und die von ihr eingesetzte Taskforce habe versagt. "Wir brauchen eine schnelle und effektive Antwort auf die überhöhten Preise an den Tankstellen, (...)", sagte Dröge weiter. "Die Übergewinne müssen nun besteuert und über eine Stromsteuersenkung an die Haushalte in Deutschland zurückgegeben werden", forderte sie. "So könnten die Menschen ein bis zwei Monatsrechnungen für Strom wieder zurückbekommen." Im März hatte die Koalition eine Taskforce zu steigenden Preisen für Sprit und Energie infolge des Iran-Kriegs eingesetzt.

Bis Jahresende rechnet Dröge dem "Bild"-Bericht zufolge mit Übergewinnen von mehr als 8 Milliarden Euro, wenn sich der Trend fortsetze. Nach ihren Plänen könnte eine Besteuerung dann bis zu 3 Milliarden Euro einbringen.

Vor wenigen Tagen hatte auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne gefordert. Daneben sprachen sich SPD-Politiker für eine Spritpreisbremse aus. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt eine Übergewinnsteuer ab, ebenso wie den von der SPD geforderten Spritpreisdeckel./hme/DP/zb

Werte aus dem Artikel:
BP Aktie 6,95 € +0,72%
Eni Aktie 24,855 € +0,32%
Shell Aktie 44,77 € +0,25%
TotalEnergies Aktie 78,53 € +1,25%

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
Fallender Kurs
Put
5
10
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG8T6M7 , DE000NG8T6U0 , DE000NG8T647 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren