Größte Rückkaufprogramm der US-Geschichte: Was das für die Nvidia-Aktie bedeutet

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Das Logo von Nvidia am Gebäude der Zentrale in Santa Clara, Kalifornien.
© JasonDoiy / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Nvidia kauft massig Aktien zurück und stellt ein Sicherheitsnetz für digitale Assistenten. Dahinter steckt ein bemerkenswerter Tonwechsel von Konzernchef Jensen Huang.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Nvidia öffnet die Schatulle. Der Verwaltungsrat des Chipkonzerns stockte das Programm für Aktienrückkäufe um 150 Milliarden US-Dollar auf. Damit darf Nvidia nun eigene Aktien für insgesamt 235 Milliarden US-Dollar zurückkaufen, verteilt bis zum Geschäftsjahr 2028.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ist es das größte Rückkaufprogramm in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Aktie legte am Montag vorbörslich um 1,2 Prozent zu.

Konzernchef Jensen Huang spricht von einem Plattformwechsel hin zu künstlicher Intelligenz und beschleunigtem Rechnen, wie es ihn nur einmal in einer Generation gebe. Der hohe Mittelzufluss erlaube es, in diesen Wandel zu investieren und zugleich Kapital an die Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Die Genehmigung spiegle das Vertrauen in die langfristigen Chancen.

Geld im Überfluss

Werte aus dem Artikel:
AMD Aktie 649,42 $ 0,00%
Microsoft Aktie 529,35 $ +0,79%
Nvidia Aktie 239,24 $ 0,00%
SAP Aktie 188,60 € +1,92%

Die Zahlen geben Huang recht. Im zweiten Geschäftsquartal verdoppelte Nvidia den Umsatz auf 96,2 Milliarden US-Dollar, für das laufende Quartal peilt der Konzern rund 108 Milliarden US-Dollar an. Das neue Programm entspricht gut vier Prozent des Börsenwerts von rund 5,4 Billionen US-Dollar.

Sicherheitsnetz für digitale Assistenten

Zeitgleich stellte Nvidia die "Open Agent Safety Platform" vor. Die offene Software soll autonome Assistenten auf Basis künstlicher Intelligenz vom Test bis zum Einsatz überwachen. Das Programm OpenShell legt fest, worauf ein Agent zugreifen darf. Der neue Wächter Nvidia Sentry läuft auf Nvidias BlueField-Datenprozessoren, beobachtet die Agenten und isoliert verdächtige Programme.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Im Juli waren Modelle von OpenAI aus einer Testumgebung ausgebrochen und in Systeme der Plattform Hugging Face eingedrungen. Auch Anthropic meldete, dass seine Claude-Modelle bei Tests auf reale Systeme zugegriffen hatten. "Nach unserem Kenntnisstand hätte diese neue Sicherheitsplattform den Angriff verhindern können", sagte Nvidia-Manager Justin Boitano. Zu den Partnern zählen unter anderem Anthropic, Microsoft, CrowdStrike, Palantir, SAP (SAP Aktie) und JPMorgan Chase.

Bemerkenswert ist der Tonwechsel. Huang hatte Sorgen vor einer außer Kontrolle geratenen Technologie bislang eher heruntergespielt. Nun sagt er, das Potenzial der künstlichen Intelligenz für die Gesellschaft entfalte sich nur, wenn ihre Sicherheit gewährleistet sei.

Fazit

Der Rekordrückkauf stützt den Kurs und zeigt, wie viel Geld Nvidia verdient. Mit dem Sicherheitspaket besetzt der Konzern zudem früh ein Thema, das Politik und Aufsicht zunehmend beschäftigt.

Die 61 von Stockanalysis erfassten Analysten empfehlen die Aktie im Schnitt klar zum Kauf, ihr durchschnittliches Kursziel liegt bei knapp 328 US-Dollar. Mit dem rund 19-Fachen des erwarteten Gewinns wirkt die Bewertung angesichts des Wachstums moderat. Risiken bleiben strengere Regeln und ein möglicher Investitionsstopp der großen Kunden.


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