HAMBURG/ROSTOCK (dpa-AFX) - Nach der gescheiterten Versteigerung von Nordsee-Windkraftflächen im vergangenen Jahr hat die für Seeflächen zuständige Behörde die Planung erneut angepasst. Die Änderung des Flächenentwicklungsplans 2025 soll die Bedingungen für neue Windparks verbessern, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilte. Das BSH ist Deutschlands zentrale maritime Behörde.
Für dich zusammengefasst:
Die Behörde hat den Flächenentwicklungsplan 2025 angepasst.
Im August letzten Jahres scheiterte eine Auktion von Flächen.
Deutschland plant bis 2045 eine Leistung von 70 Gigawatt.
BSH-Präsident Helge Heegewaldt sagte laut Mitteilung: "Bei Windenergie auf See zählt nicht nur, wie viel Leistung auf einer Fläche installiert wird." Entscheidend sei auch die Effizienz. "Deshalb geben wir den Anlagen mehr Raum und verringern so gegenseitige Abschattung."
Der Platz in der deutschen Nord- und Ostsee ist begrenzt. Branchenverbände und Unternehmen weisen darauf hin, dass der Betrieb der Windräder unwirtschaftlich werden kann, wenn diese zu nah beieinander aufgestellt werden müssen. Denn das kann den Stromertrag mindern.
Flächenversteigerung scheiterte
Im August vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Flächen N-10.1 und N-10.2 bei einer Auktion der Bundesnetzagentur nicht versteigert worden sind. Nach Angaben von Branchenverbänden schlug damit erstmals in Deutschland eine Versteigerung von Windkraftflächen auf See fehl.
Die Änderungen des BSH betreffen auch das Gebiet N-10, für das sich zuletzt kein Käufer fand. Das Gebiet wird vergrößert und in drei Flächen aufgeteilt. "Die Offshore-Windenergieanlagen können in größeren Abständen geplant werden. So lässt sich der vorhandene Wind besser ausnutzen", hieß es vom BSH.
Ausbau-Gesetz soll geändert werden
Bis 2045 will Deutschland eine Leistung von 70 Gigawatt in Nord- und Ostsee erreichen. Die Gesamtleistung der Anlagen lag zum Ende des ersten Halbjahres bei rund 10,8 Gigawatt, wie der Bundesverband Windenergie Offshore mitteilte.
Der Bundestag befasst sich am Donnerstag laut Ankündigung mit einer Novelle des für den Ausbau entscheidenden Windenergie-auf-See-Gesetzes. Wirtschaftsverbände und die Industriegewerkschaft Metall forderten in einem Appell Nachbesserungen und warnten vor einem Abschwung der Branche./lkm/DP/mis
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB4YAQ9 ,
DE000NB5NSA5 ,
DE000NB55HR9 ,
DE000NB5WVQ6 ,
DE000NB44PH7 ,
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