- US-Militär griff Drogenboote vor Südamerika an.
- Bei den Angriffen wurden fünf Menschen getötet.
- Mehr als 100 Menschen starben seit September 2023.
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Beim ersten Angriff am Mittwoch (Ortszeit) seien drei "Drogenterroristen" getötet worden, beim zweiten Schlag zwei weitere, erklärte das Militär. Ihre Boote hätten zu einer von den USA als Terrororganisation eingestuften Gruppe gehört, hieß es weiter.
Nur wenige Stunden zuvor hatte das Militär einen weiteren Angriff auf drei angebliche Drogenboote am Dienstag (Ortszeit) bekanntgegeben. Auf dem ersten Boot seien drei Personen getötet worden. Die Menschen an Bord der anderen beiden Boote sprangen demnach ins Wasser, bevor die US-Streitkräfte die beiden verbliebenen Schiffe versenkten. Die US-Küstenwache sei verständigt worden, um nach möglichen Überlebenden zu suchen.
US-Militär lässt Ort der Angriffe erstmals offen
Auch bei diesem Angriff wurde der Ort des Vorfalls nicht genannt. Bislang hatte das US-Militär zumindest immer angegeben, ob ein Angriff im Pazifik oder in der Karibik erfolgt war. Auch wurde immer mitgeteilt, dass die Angriffe "in internationalen Gewässern" - und nicht im Hoheitsbereich eines Küstenstaates - stattgefunden hätten.
Seit Anfang September greifen die US-Streitkräfte unter Berufung auf angebliche Geheimdiensterkenntnisse immer wieder Schnellboote an, die mit Rauschgift beladen sein sollen. Dabei wurden bei rund 30 Angriffen offiziellen Angaben zufolge bereits mehr als 100 Menschen getötet. Die US-Regierung bezeichnet die Opfer durchweg als Drogenschmuggler und "Terroristen", wird für die außergerichtlichen Tötungen aber heftig kritisiert. Experten argumentieren, die Angriffe seien völkerrechtlich nicht zulässig./jbz/DP/zb
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