Frontex unterstützt erstmals Seenotrettung im Ärmelkanal

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CALAIS (dpa-AFX) - Die EU-Grenzschutzagentur Frontex setzt im Ärmelkanal erstmals eigene Schiffe zur Seenotrettung von Migranten ein, die bei der Überfahrt von Nordfrankreich nach Großbritannien in Probleme geraten. Das vor der französischen Küste operierende Schiff unterstütze die Such- und Rettungsmaßnahmen französischer Schiffe und arbeite mit einem Überwachungsflugzeug zusammen, das die Europäische Grenz- und Küstenwache seit 2021 über dem Ärmelkanal einsetzt, teilte Frontex mit.

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Hinweis

Im September und Oktober setzt Frontex je ein Schiff aus Spanien ein, von November bis Januar 2027 sind Schiffe aus Litauen eingeplant, wie die zuständige französische Meerespräfektur mitteilte. Diese behält die Hoheit über den Einsatz der von Frontex gestellten Schiffe. Wie die EU-Grenzschutzagentur betonte, beschränke sich ihre Rolle auf die Unterstützung der französischen Rettungseinsätze, es gehe nicht um das Abfangen von Migranten auf See.

Zahl der Boots-Migranten am Ärmelkanal rückläufig

Seit Jahren versuchen Migranten in großer Zahl, den Ärmelkanal in Schlauchbooten zu überqueren, um nach Großbritannien zu gelangen. Zuletzt setzten Schleuser immer größere Boote ein, um möglichst viele Menschen bei einer der gefährlichen Fahrten mitzunehmen. Im ersten Halbjahr 2026 aber ging die Zahl der über den Ärmelkanal nach Großbritannien gekommenen Migranten nach Angaben des britischen Innenministeriums erheblich zurück.

London versucht seit längerem, die Migration auch mit französischer Hilfe einzudämmen und zahlt dafür Millionensummen an Paris, insbesondere für eine bessere Grenzsicherung. Französische Beamte gehen gegen die Schleuser vor, stoppen Migranten aber nicht bei der Überfahrt selbst, um diese nicht in Gefahr zu bringen. Nach einer Rettung auf See bleiben die Migranten in Frankreich auf freiem Fuß und probieren mitunter mehrfach, mit einem der Boote über den Ärmelkanal zu kommen./evs/DP/stw



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