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Erdogan drängt Kiew und Moskau zu neuen Istanbul-Gesprächen

ANKARA (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund schwerer russischer Angriffe auf die Ukraine hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Kiew und Moskau zu einer Fortsetzung von Verhandlungen in Istanbul aufgefordert. Die Gespräche seien vor dem Hintergrund "zermürbender Auswirkungen des Krieges für beide Seiten" wichtig, sagte Erdogan bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in Ankara.

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Recep Tayyip Erdoğan.
Quelle: - pixabay.com:

Selenskyj pflichtete Erdogan in der Frage von Verhandlungen bei. "Wir hoffen auf die Stärke der türkischen Diplomatie und dass sie in Moskau verstanden wird." Ohne konkreter zu werden, erwähnte der Ukrainer, dass "viele Prozesse aktiv sind". Kiew bemühe sich auch den Gefangenenaustausch mit Russland wieder aufzunehmen. "Wir hoffen, bis Ende des Jahres die Austausche wieder aufzunehmen", sagte Selenskyj. Vergangenes Wochenende hatte der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats Rustem Umjerow nach Gesprächen in der Türkei, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten über Vorbereitungen für den Austausch von 1.200 ukrainischen Kriegsgefangenen geschrieben. Von russischer Seite gab es dafür bisher keine Bestätigung.

Selenskyj wollte eigenen Angaben zufolge in der Türkei Gespräche für eine Wiederbelebung der Verhandlungen mit Russland zur Beendigung des Krieges führen. Allerdings waren dort nach Kremlangaben keine russischen Vertreter. Die Türkei war bereits mehrfach Ausrichterin von Friedensverhandlungen. Erdogan verfügt über gute Kontakte zu Kremlchef Wladimir Putin.

Russland hat unterdessen einen der schwersten russischen Luftangriffe auf den Westen der Ukraine unternommen. Selenskyj sprach in den sozialen Netzwerken von mehr als 470 Angriffen mit Drohnen und 48 Attacken mit Raketen und Marschflugkörpern in der Nacht. Die Ukraine griff indes erstmals wieder mit US-Raketen vom Typ ATACMS Ziele im russischen Hinterland an - diesmal in der Region Woronesch.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, ohne auf die vielen zivilen Opfer einzugehen, dass Objekte des militärisch-industriellen Komplexes und Energieinfrastruktur in der Ukraine angegriffen worden seien./mau/DP/jha

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