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Entwicklungsministerin will Saudis als Partner gewinnen

RIAD (dpa-AFX) - Um über mögliche Projekte in Syrien und den Palästinensergebieten zu sprechen, hat sich Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) mit Regierungsbeamten in Saudi-Arabien getroffen. Es sei der erste Besuch einer deutschen Entwicklungsministerin in dem Golfstaat, sagte Alabali Radovan in der Hauptstadt Riad vor ihrem Rückflug nach Berlin. Auch angesichts des Rückzugs der USA aus der Entwicklungszusammenarbeit sei es "wichtig für uns, auch neue Partner zu finden, neue Wege zu gehen". Saudi-Arabien sei für Deutschland "ein wichtiger strategischer Partner - auch in der Entwicklungszusammenarbeit". Sie betonte: "Wir haben einen guten Kontakt jetzt auch aufgebaut."

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Saudi-Arabien auf der Landkarte.
Quelle: - pixabay.com:

Saudi-Arabien als Geberland

Das islamische Königreich engagiert sich einerseits in der humanitären Hilfe - mit einem Fokus auf Projekte in der arabischen und islamischen Welt. Zudem gewährt der Saudische Entwicklungsfonds (SDF), den die Ministerin in der Hauptstadt Riad besuchte, Kredite für Entwicklungsprojekte auch in anderen Regionen.

Weitere Gespräche führte Alabali Radovan mit einem für internationale Beziehungen zuständigen Staatssekretär des saudischen Finanzministeriums.

Wiederaufbau im Gazastreifen?

Mit Blick auf die massive Zerstörung durch den Krieg im Gazastreifen sagte sie: "Wir sollten auch jetzt die Gespräche dazu führen, wie dieser Wiederaufbau gelingen kann". Das habe sie mit ihren saudischen Gesprächspartnern auch getan. Deutschland setzt sich für einen Waffenstillstand in dem Palästinensergebiet und für eine bedingungslose Freilassung der beim Terrorüberfall der Hamas und weiterer extremistischer Gruppen aus Israel im Oktober 2023 verschleppten Geiseln ein.

Am Vormittag hatte sie in der jordanischen Hauptstadt Amman ein Wasserprojekt besucht, das die Bundesregierung unterstützt. Wasser ist in Jordanien knapp, dessen Bevölkerung in den vergangenen Jahren auch durch die Zuwanderung von Flüchtlingen aus dem Irak und aus Syrien stark angewachsen war. Die meisten palästinensischen Flüchtlinge in Jordanien leben schon seit der Gründung des Staates Israel 1948 beziehungsweise seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 in dem Königreich.

US-Rückzug reißt große Lücke

Anfang Juli hatte US-Außenminister Marco Rubio das offizielle Ende von Auslandshilfen durch die US-Entwicklungsbehörde USAID verkündet. USAID war eine der größten Organisationen ihrer Art weltweit und organisierte zahlreiche Hilfsmaßnahmen auf der ganzen Welt - von der Aids-Hilfe bis zum Wiederaufbau in Kriegsregionen.

Auch Deutschland spart bei der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit. Die Bundesregierung hat Kürzungen im Etat des Entwicklungsministeriums für 2025 und 2026 angekündigt./abc/DP/stw

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