- eBay streicht rund 1.100 Stellen in der Belegschaft.
- Die Aktie stieg seit Jahresbeginn um fast 40 Prozent.
- Am 28. Oktober veröffentlicht eBay die Quartalszahlen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert eBay greift erneut zum Rotstift. Der Onlinemarktplatz streicht rund neun Prozent seiner Stellen. Das geht aus einem internen Memo von Konzernchef Jamie Iannone hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. eBay will seine Abläufe vereinfachen und Geld in die am schnellsten wachsenden Bereiche lenken. Ein Sprecher bestätigte den Abbau am Mittwoch.
Betroffen sind rund 1.100 der zuletzt 12.300 Beschäftigten. Schon im Februar fielen etwa 800 Stellen weg. "Unsere Strategie geht auf", schreibt Iannone. Um die großen Chancen weiter zu nutzen, müsse eBay aber genau abwägen, worauf es sich konzentriere und wo es investiere.
Strategie: Luxus, Sammler und Second Hand
Diese Chancen sieht eBay in Nischen. Der Konzern setzt auf geprüfte Luxusware, Sammlerstücke und generalüberholte Geräte, für die Liebhaber gern mehr bezahlen. Im Juli übernahm eBay für 1,4 Milliarden US-Dollar die Mode-Plattform Depop und erreicht so mehr junge Kundschaft.
eBay-Aktie: Fast so viel wert wie das GameStop-Angebot
An der Börse geht die Rechnung auf. Seit Jahresbeginn legte die Aktie fast 40 Prozent zu. In der Vorwoche markierte sie mit knapp 125 US-Dollar ein Rekordhoch.
An der Börse ist eBay rund 54 Milliarden US-Dollar wert. Das ist fast so viel, wie GameStop-Chef Ryan Cohen im Mai bot. Seine 56 Milliarden US-Dollar lehnte eBay als "weder glaubwürdig noch attraktiv" ab. Zum Vergleich: Etsy kommt auf rund sieben Milliarden, Amazon auf mehr als drei Billionen US-Dollar.
Billig ist die eBay-Aktie nach der Rallye nicht mehr. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 25. Analysten raten deshalb im Schnitt nur zum Halten. Ihr mittleres Kursziel von knapp 116 US-Dollar liegt unter dem aktuellen Kurs. Morgan Stanley setzt auf das rasante Wachstum des Livestream-Shoppings eBay Live und sieht die Aktie derzeit fair bewertet. Jefferies rät dagegen zum Verkauf und sieht sie bei 75 US-Dollar.
Quartalszahlen: Die Messlatte liegt hoch
Am Mittwoch, 28. Oktober, legt eBay nach Handelsschluss an der Wall Street seine Zahlen zum dritten Quartal vor. Analysten erwarten laut MarketBeat einen bereinigten Gewinn von 1,41 US-Dollar je Aktie und 3,11 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Fazit
eBay baut um, während das Geschäft brummt. Der Stellenabbau senkt die Kosten und schafft Spielraum für die Wachstumsnischen. Nach dem Rekordlauf steckt aber viel Optimismus im Kurs.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
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