Dividende steigt, aber Fuchs warnt: 2026 bleibt schwierig
Fuchs Schmierstoffe trotzen schwierigen Marktbedingungen. Das Unternehmen erzielt stabile Ergebnisse 2025 und erwartet 2026 weiteres Wachstum. Die Anleger reagieren dennoch enttäuscht auf den vorsichtigen Ausblick.
Der Schmierstoffhersteller Fuchs hat trotz herausfordernder Marktbedingungen und der ungewissen US-Zollpolitik 2025 solide Zahlen präsentiert. Das EBIT für das vierte Quartal stieg um zwei Prozent auf 109 Millionen Euro, was die Erwartungen übertraf. Für das Gesamtjahr erreichte das Unternehmen mit 435 Millionen Euro das prognostizierte EBIT, was im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb.
Trotz dieser stabilen Performance gab es einen Dämpfer: Der Ausblick auf 2026 fällt vorsichtig aus. "Es wird ein weiteres schwieriges Jahr", so Finanzchefin Esma Saglik. Die geopolitischen Unsicherheiten und die aktuellen Konflikte machen eine präzise Prognose nahezu unmöglich. Dennoch zeigt sich Konzernchef Stefan Fuchs optimistisch und geht von weiteren Zuwächsen bei Umsatz und operativem Ergebnis aus.
Die Fuchs-Gruppe plant, ihre Dividende zum 24. Mal in Folge zu erhöhen – um fünf Prozent auf 1,23 Euro je Vorzugsaktie und 1,22 Euro je Stammaktie. Insgesamt sollen rund 160 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Das Unternehmen bestätigt den Kurs für 2026: Ein EBIT von 450 Millionen Euro wird anvisiert, was jedoch leicht unter den Konsensschätzungen liegt.
Die Anleger reagierten enttäuscht auf den vorsichtigen Ausblick, was sich negativ auf die Vorzugsaktien auswirkte – ein Rückgang von mehr als drei Prozent war die Folge. Analystin Angelina Glazova von JPMorgan sieht die Ziele als unambitioniert an und rechnet mit einer leichten Reduzierung der Konsensschätzungen.
Der Umsatz von Fuchs wuchs 2025 nur leicht um ein Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen verdiente besonders in Asien-Pazifik gut, während in Nord- und Südamerika der operative Gewinn um fast ein Fünftel zurückging. In Europa konnte das Unternehmen jedoch dank Deutschland und Nordeuropa leichte Verbesserungen erzielen.
Das Unternehmen bleibt angesichts geopolitischer Spannungen wie dem Iran-Krieg vorsichtig optimistisch. „Aktuell sehen wir noch keine kritischen Engpässe“, so Fuchs, doch die Verfügbarkeit von Rohstoffen bleibt ein zentrales Thema. Fuchs selbst bleibt dank eines robusten Geschäftsmodells und flexibler Logistik in der Lage, mögliche Engpässe abzufedern.
Für 2026 strebt Fuchs eine Umsatzsteigerung auf 3,7 Milliarden Euro an, während der operative Gewinn (EBIT) auf 450 Millionen Euro wachsen soll. Trotz des strikten Kostenmanagements erwartet das Unternehmen jedoch keine wesentliche Besserung des wirtschaftlichen Umfelds. Besonders wichtig bleibt die Autoindustrie, die rund 30 Prozent des Umsatzes ausmacht – auch der Übergang vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor wird das Unternehmen weiter begleiten.
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