Diese Aktie greift nach dem Margenrekord ... fehlt nur noch der Funke zum Kursanstoß
Warburg Research sieht Knorr-Bremse vor einem entscheidenden Jahr: starke Margen, klarer Strategieplan und profitable Verkäufe. Das Jahr 2026 könnte den Wendepunkt bringen. Die Analysten heben das Kursziel an.
Knorr-Bremse geht mit spürbarem Rückenwind in das Jahr 2026. Nach einer mehrtägigen Roadshow in Warschau bestätigten sich für Warburg Research die zentralen Annahmen zur strategischen Ausrichtung und den finanziellen Perspektiven des Bremsen- und Systemzulieferers.
Analyst Fabio Hölscher hob das Kursziel von 90 auf 95 Euro an. Die Kaufempfehlung bleibt bestehen, das Aufwärtspotenzial für den MDAX-Konzern beträgt rund sechs Prozent.
Hölscher betonte, Knorr-Bremse bleibe "ein hochwertiger Titel mit überzeugender Ausführungsqualität". Trotz des begrenzten Kurspotenzials erkenne er einen attraktiven Einstiegspunkt, da weitere operative Fortschritte zusätzliche Impulse liefern könnten.
Geschäftsentwicklung stabil
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Strategie
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5
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In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 stieg der Umsatz organisch um 0,4 Prozent. Der Bereich Rail Vehicle Systems (RVS) treibt das Wachstum, während die Nutzfahrzeugsparte Commercial Vehicle Systems (CVS) weiterhin unter der Schwäche der Lkw-Märkte leidet, insbesondere in Nordamerika.
Die Konzernmarge erreichte nach neun Monaten 12,8 Prozent nach 12,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. RVS steuert die Profitabilität klar nach oben und liegt bereits auf Kurs, sein Margenziel von 16,5 Prozent für das Geschäftsjahr 2026 ein Jahr früher zu erreichen.
CVS verbessert seine Kostenstruktur weiter, um die angestrebte Marge von 13,5 Prozent zu erreichen, sobald sich der Markt erholt. In beiden Bereichen entwickelt sich das margenträchtige Aftermarket-Geschäft spürbar besser als das Originalequipment-Segment.
Ausblick 2026
Für RVS erwartet Knorr-Bremse ein organisches Wachstum von über einem Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein mittleres einstelliges Wachstum im Gesamtjahr. Der Auftragsbestand von 5,7 Milliarden Euro stützt die Marge nachhaltig.
In der Nutzfahrzeugsparte rechnet das Unternehmen dagegen damit, dass die Marktschwäche infolge niedriger Frachtraten und zurückhaltender Investitionen der Kunden zunächst anhält. Das Geschäftsjahr 2026 dürfte insgesamt flach verlaufen, wobei das zweite Halbjahr stärker ausfallen soll.
Auf Konzernebene bleibt Knorr-Bremse zuversichtlich, die operative Marge von 14 Prozent im Geschäftsjahr 2026 zu erreichen. Hölscher betonte, dieses Ziel sei "auch ohne zusätzliche Brownfield- oder Greenfield-Maßnahmen realistisch erreichbar". Den Analystenkonsens für 2026 bezeichnete das Management als "fair".
Greenfield steht für Neubau auf einer unberührten Fläche ("grüne Wiese"), während Brownfield die Wiederverwendung oder Revitalisierung einer bereits bebauten oder genutzten Fläche (z.B. eine stillgelegte Industrieanlage) bezeichnet.
Strategieprogramm BOOST 2026 trägt Früchte
Knorr-Bremse hat den Großteil der Brownfield-Maßnahmen aus dem Programm "BOOST 2026" abgeschlossen. Insgesamt wurden Umsätze von 1,4 Milliarden Euro als verkaufsfähig identifiziert. Hölscher geht davon aus, dass ein weiteres großes Asset – das RVS-HVAC-Geschäft mit einem Umsatz von rund 350 Millionen Euro – verkauft werden könnte. Einschließlich HVAC würden damit über 750 Millionen Euro Umsatz veräußert werden.
Greenfield-Expansion: Signaltechnik, Elektronik – und Software für das Aftermarket-Ökosystem
Im Greenfield-Bereich hat sich Knorr-Bremse mit den jüngsten Übernahmen klar positioniert. KB Signalling liefert Streckensignalanlagen mit rund 300 Millionen Euro Umsatz. Duagon, ebenfalls im RVS-Segment, bringt Elektronik- und Softwareexpertise in Höhe von 175 Millionen Euro Umsatz ein. Mit TRAVIS baut Knorr-Bremse im CVS-Segment sein Aftermarket-Ökosystem softwareseitig aus.
Gleichzeitig verlagert Knorr-Bremse Produktion in kostenoptimierte Länder wie Indien und osteuropäische Standorte.
Fazit
Mittelfristig sieht Warburg Research erhebliches Potenzial. RVS soll nach den Portfolioanpassungen, Effizienzmaßnahmen und dem aktuellen Auftragsbestand eine Marge von 19 Prozent erreichen. Konzernweit hält Hölscher eine operative Marge von 17,6 Prozent im Geschäftsjahr 2027 für möglich.
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