Die Top 5 US-Energieaktien im September: Diese Titel sind heiß begehrt

Markus Weingran Markus Weingran
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Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.

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Die heißesten US-Energie-Aktien im September
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Öl, Raffinerien und Energieinfrastruktur standen im September plötzlich wieder hoch im Kurs. Fünf US-Energieaktien legten zweistellig zu – zwei davon sogar um mehr als 30 Prozent.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Zum Ende des Septembers 2026 zeigte sich der breite Aktienmarkt uneinheitlich. Während viele Anleger ihre Portfolios für das Schlussquartal neu ausrichteten, entwickelte sich im Energiesektor eine auffällige relative Stärke. Besonders gefragt waren Unternehmen aus dem Raffineriegeschäft sowie aus der Energieinfrastruktur.

Angeführt wurde das Feld von CVR Energy und Solaris Energy Infrastructure. Beide Aktien legten auf Monatssicht um mehr als 30 Prozent zu. Dahinter folgten HF Sinclair, Calumet und Valero Energy mit ebenfalls deutlich zweistelligen Kursgewinnen.

Auffällig ist dabei: Die Gewinner stammen nicht alle aus demselben Teil des Energiesektors. Neben klassischen Raffineriebetreibern findet sich mit Solaris auch ein Unternehmen, das inzwischen stark vom Ausbau der Stromversorgung für Rechenzentren und andere energieintensive Anwendungen profitiert.

Die fünf stärksten Energieaktien im September

Werte aus dem Artikel:
Calumet Aktie 57,78 $ 0,00%
CVR Energy Aktie 59,54 $ 0,00%
HF Sinclair Aktie 120,72 $ 0,00%
Valero Energy Aktie 443,80 $ 0,00%
  1. CVR Energy: +35,97 Prozent
  2. Solaris Energy Infrastructure: +34,18 Prozent
  3. HF Sinclair: +14,56 Prozent
  4. Calumet: +14,08 Prozent
  5. Valero Energy: +13,74 Prozent

1. CVR Energy: Raffinerie plus Düngemittel

Mit einem Monatsplus von 35,97 Prozent setzte sich CVR Energy an die Spitze der Liste. Der Konzern aus Texas ist vor allem im Raffinerie- und Vermarktungsgeschäft aktiv. Über seine Tochtergesellschaften betreibt CVR zwei Raffinerien in Kansas und Oklahoma mit einer gemeinsamen nominellen Verarbeitungskapazität von rund 206.500 Barrel pro Tag. Darüber hinaus ist das Unternehmen über seine Beteiligung an CVR Partners im Geschäft mit Stickstoffdüngemitteln tätig.

Damit ist CVR Energy kein reiner Ölproduzent, sondern vor allem ein Downstream-Unternehmen. Entscheidend für die Ertragslage sind unter anderem Raffineriemargen, Rohölpreise, Produktpreise und die Auslastung der Anlagen.

2. Solaris Energy Infrastructure: Der ungewöhnliche Energiegewinner

Solaris Energy Infrastructure legte im September um 34,18 Prozent zu und landete damit nur knapp hinter CVR Energy. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Solaris liefert heute Stromerzeugungs- und Verteilungslösungen sowie Logistiktechnik und Dienstleistungen. Zu den Kunden gehören nicht nur Energieunternehmen, sondern auch Rechenzentren sowie Industrie- und Gewerbekunden.

Damit unterscheidet sich Solaris klar von klassischen Öl- und Gaswerten. Besonders interessant ist die Positionierung bei kurzfristig verfügbarer Energieversorgung für große Lasten. Gerade Rechenzentren benötigen immer größere Strommengen, während der Anschluss an bestehende Netze häufig Jahre dauern kann.

Solaris versucht genau diese Lücke mit schnell einsetzbaren Energieanlagen zu schließen. Dadurch ist die Aktie inzwischen nicht nur eine Wette auf den Energiesektor, sondern indirekt auch auf den Ausbau der KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur.

3. HF Sinclair: Raffinerieriese mit breiter Aufstellung

HF Sinclair gewann im September 14,56 Prozent. Der Konzern gehört zu den größeren unabhängigen Raffinerieunternehmen in den USA. HF Sinclair betreibt sieben komplexe Raffinerien und verfügt nach eigenen Angaben über eine Rohölverarbeitungskapazität von rund 678.000 Barrel pro Tag. Neben klassischen Kraftstoffen gehören auch erneuerbare Kraftstoffe, Schmierstoffe, Asphalt sowie Spezialprodukte zum Portfolio.

Das Unternehmen ist damit breiter aufgestellt als ein reiner Raffineriebetreiber. Insbesondere das Schmierstoff- und Spezialproduktgeschäft ergänzt die klassischen Raffinerieaktivitäten.

Für Anleger bleibt dennoch die Entwicklung der Raffineriemargen ein zentraler Faktor. Steigen die sogenannten Crack Spreads, kann das die Profitabilität deutlich erhöhen. Umgekehrt kann eine Margenschwäche das Ergebnis schnell belasten.

4. Calumet: Spezialprodukte statt klassischer Ölkonzern

Calumet kam im September auf ein Plus von 14,08 Prozent. Das Unternehmen sollte allerdings nicht einfach als klassischer Raffineriewert eingeordnet werden. Calumet produziert und vermarktet vor allem Spezialprodukte für Industrie- und Konsumentenanwendungen. Das Geschäft gliedert sich in Specialty Products and Solutions, Performance Brands und Montana Renewables.

Zum Portfolio gehören unter anderem Schmierstoffe, Spezialkohlenwasserstoffe und Markenprodukte. Über Montana Renewables ist Calumet zudem im Bereich erneuerbarer Kraftstoffe aktiv.

Gerade diese Mischung unterscheidet das Unternehmen von klassischen Raffineriekonzernen. Der Investmentcase hängt daher nicht allein an Öl- oder Benzinpreisen, sondern auch an Margen im Spezialproduktgeschäft und der Entwicklung des Geschäfts mit erneuerbaren Kraftstoffen.

5. Valero Energy: Der Gigant unter den Gewinnern

Mit einem September-Plus von 13,74 Prozent komplettiert Valero Energy die Top Five. Valero zählt zu den größten unabhängigen Raffineriekonzernen weltweit. Das Unternehmen betreibt 14 Raffinerien in den USA, Kanada und Großbritannien mit einer gesamten Verarbeitungskapazität von rund drei Millionen Barrel pro Tag. Hinzu kommen zwölf Ethanolanlagen mit einer jährlichen Kapazität von rund 1,7 Milliarden Gallonen.

Über Diamond Green Diesel ist Valero außerdem im Geschäft mit erneuerbarem Diesel und nachhaltigem Flugkraftstoff engagiert.

Damit verfügt Valero über eine deutlich größere und diversifiziertere industrielle Basis als viele kleinere Konkurrenten. Die Aktie bietet Anlegern deshalb einen vergleichsweise breiten Zugang zum Raffineriegeschäft und zu verschiedenen Kraftstoffmärkten.

Raffinerien dominieren – aber Solaris sticht heraus

Die Liste zeigt deutlich, wo im September die Musik spielte. Mit CVR Energy, HF Sinclair und Valero befinden sich gleich mehrere Raffineriewerte unter den stärksten Energieaktien des Monats. Auch Calumet verfügt über eine starke Verbindung zur Kraftstoff- und Spezialproduktindustrie.

Der ungewöhnlichste Wert der Top Five ist dagegen Solaris Energy Infrastructure. Das Unternehmen profitiert zunehmend von einem ganz anderen Trend: dem rapide steigenden Strombedarf von Rechenzentren und anderen energieintensiven Anwendungen.

Damit zeigen die September-Gewinner zwei unterschiedliche Investmentthemen. Einerseits profitieren klassische Raffinerieunternehmen von der Entwicklung auf den Öl- und Kraftstoffmärkten. Andererseits entsteht rund um Stromversorgung und Rechenzentren ein neuer Wachstumsmarkt innerhalb des Energiesektors.

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Redaktion Ariva/MW


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