Die Europäische Zentralbank sieht in Stablecoins ein potenzielles Risiko für die Stabilität des Bankensektors. In einer aktuellen Analyse untersuchen sechs EZB-Ökonomen, wie sich eine stärkere Nutzung privater digitaler Token auf Einlagen und Kreditvergabe auswirken könnte.
Stablecoins könnten demnach klassische Bankeinlagen teilweise ersetzen. Wenn Haushalte oder Unternehmen ihre Gelder verstärkt in solche Token umschichten, würde sich die Einlagenbasis von Banken verringern. Dies könnte wiederum die Kreditvergabe einschränken und damit Auswirkungen auf die Finanzierung der Realwirtschaft haben.
Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass Stablecoins insbesondere dann an Attraktivität gewinnen könnten, wenn sie effiziente und kostengünstige Zahlungsoptionen bieten. Gerade im internationalen Zahlungsverkehr könnten tokenisierte Einheiten damit Teile der klassischen Bankinfrastruktur ersetzen.
Während die Zentralbank Risiken betont, entstehen im Euroraum bereits konkrete Stablecoin-Projekte. Ein Beispiel ist das Banken-Konsortium Qivalis.
Zwölf europäische Großbanken arbeiten dort an einem Euro-Stablecoin, dessen Markteinführung für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant ist. Neben BBVA gehören dem Konsortium unter anderem BNP Paribas, ING, UniCredit, CaixaBank, DZ BANK, KBC, SEB, Danske Bank, DekaBank, Banca Sella und Raiffeisen Bank International an. Das Projekt versteht sich ausdrücklich als regulierte europäische Alternative zu US-Dollar-Stablecoins wie USDT oder USDC.

Gleichzeitig verweist der 21bitcoin-Sprecher auf strukturelle Hürden beim Einstieg: “Der Anteil von Frauen unter den Bitcoin-Investoren ist geringer, weil das Thema lange stark technik- und finanz dominiert war, Bereiche, in denen Männer statistisch häufiger aktiv sind. Zudem gilt Bitcoin als besonders volatil und spekulativ, was risikobewusste Anlegerinnen eher zurückhaltend macht. Auch ein im Durchschnitt geringeres finanzielles Selbstvertrauen kann den Einstieg zusätzlich bremsen.”
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