- Die CSU fordert Rückkehr zur Kernenergie in Deutschland.
- Ein Positionspapier wird bei der Klausur der CSU beschlossen.
- Die Winterklausur findet vom 6. bis 8. Januar statt.
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Klausur ab 6. Januar - zu Gästen zählt auch Kanzler Merz
Die Winterklausurtagung findet vom 6. bis 8. Januar statt - erstmals unter der Leitung von Landesgruppenchef Alexander Hoffmann. Als Gäste erwartet werden unter anderem der litauische Präsident Gitanas Nauseda und Kanzler Friedrich Merz (CDU). Wie jedes Jahr kommt auch CSU-Chef Markus Söder.
Hoffmann: "Wollen nicht zurück zur Kernkraft der 70er Jahre"
"Wir wollen nicht zurück zur Kernkraft der 70er Jahre, sondern nach vorn zur Kernkraft der nächsten Generation: klimaneutral, sicher und möglichst ohne radioaktive Abfälle", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München.
Deutschland sei jahrzehntelang führend in der Kernforschung gewesen und drohe nun abgehängt zu werden. "Wo, wenn nicht bei uns, kann eine echte Kreislaufwirtschaft für die Kernenergie entwickelt werden - mit dem Ziel der vollständigen Wiederaufbereitung, um am Ende ganz ohne Atommüll auszukommen", betonte Herrmann. "Das gelingt aber nur mit starker Forschung und echter Anwendung hier bei uns in Deutschland."
Deutschland soll Vorreiter bei Atomforschung werden
Ziel der neuen deutschen Atomforschung müsse es sein, "vom Nachzügler wieder zum Vorreiter" zu werden, heißt es im Papier. Die Kernenergie müsse bei der deutschen Stromversorgung wieder eine größere Rolle einnehmen - gerade auch mit Blick auf die Klimaziele und die Versorgungssicherheit. Atomstrom ist klimafreundlich, günstig und grundlastfähig.
Weiter: "Wir setzen auf Forschung zu Kernenergie der vierten und fünften Generation und auf den Bau von kleineren Atomreaktoren (Small Modular Reactors)." Die Energiepreise sollten langfristig durch günstige Erzeugung in Deutschland und nicht durch teure Importe oder Subventionen gesenkt werden. "Daher wollen wir diese kleineren Atomreaktoren für kostengünstige Energiegewinnung für Deutschland einführen."
Auch Parteichef Söder forderte schon oft Wiederbelebung der Kernkraft
Derartige Forderungen nach einer Renaissance der Kernkraft sind aus der CSU nicht generell neu - Parteichef Söder hatte sich bereits mehrfach für Mini-Atommeiler nach kanadischem Vorbild ausgesprochen. Eine Anfrage der Grünen ergab aber, dass es dort mit dem "McMaster Nuclear Reactor" (MNR) an der McMasterUniversity keinen modernen Meiler, dafür aber einen 66 Jahre alten Forschungsreaktor gibt. Bei den Koalitionsverhandlungen mit SPD und CDU hatte sich die CSU nicht mit ihren Atom-Plänen durchsetzen können.
Umstritten ist bei der Kernenergie auch der Verweis auf kostengünstige Energie. Selbst die früheren Betreiber der Atommeiler erklären seit langem, dass Atomstrom die teuerste Form der Stromerzeugung mit bis zu 49 Cent pro Kilowattstunde ist. Der 2023 umgesetzte Atomausstieg in Deutschland basiert auf einem Beschluss des Bundestages, dem auch die CSU 2011 zugestimmt hatte. Die Frage zur Nutzung der Kernenergie ist in Deutschland dennoch weiterhin hochumstritten und wird kontrovers diskutiert.
Papier fordert Senkung der Stromsteuer, mehr Gas und Bioenergie
Das Positionspapier der CSU setzt zudem auf die Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher - also auch Privatpersonen. Zudem wird dort wiederholt die vollständige Abschaffung des Heizgesetzes samt der Förderung von emissionsarmen Wärmelösungen inklusive des Heizens mit Holz genannt, ebenso der Ruf nach dem Bau eines Fusionsreaktors in Deutschland und dem schnellen Bau neuer Gaskraftwerke. Deutschland müsse "Selbstversorger" bei Gas werden. Des Weiteren setzt der CSU-Energiemix auf eine verstärkte Nutzung von Bioenergie und perspektivisch auch von Wasserstoff./had/DP/zb
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