Das US-Heimatschutzministerium hatte die Firmen am Freitag auf eine Sperrliste gesetzt. Ihre Waren gelten von Montag an grundsätzlich als mit Zwangsarbeit hergestellt und dürfen nicht in die USA eingeführt werden. Importeure können allerdings versuchen, das Gegenteil zu beweisen.
Die Liste wurde im Juni 2022 auf Grundlage eines Ende 2021 verabschiedeten Gesetzes eingeführt. Sie wächst nun von 144 auf 187 Unternehmen. Es ist die bislang größte Erweiterung. Betroffen sind unter anderem Firmen aus der Elektronik-, Pharma- und Baumwollbranche.
Streit um Xinjiang
Nach Darstellung der USA beziehen die Firmen Material aus Xinjiang oder beteiligen sich dort an staatlichen Arbeitsprogrammen. Xinjiang ist eine autonome Region im Nordwesten Chinas. Dort leben viele Uiguren, eine überwiegend muslimische Minderheit.
Menschenrechtler und UN-Experten werfen den chinesischen Behörden vor, Uiguren in Xinjiang systematisch zu unterdrücken und teilweise zur Arbeit zu zwingen. Peking weist die Vorwürfe zurück und gibt an, in der Region gebe es keine Zwangsarbeit.
Das chinesische Handelsministerium kritisierte auch den Zeitpunkt der US-Maßnahme. Erst einen Tag zuvor hatte Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng in einem Videotelefonat mit US-Finanzminister Scott Bessent und dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer gesprochen. Derzeit wird ein zweites Treffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping in diesem Jahr vorbereitet. Nach Angaben Trumps soll Xi am 24. September ins Weiße Haus kommen./jpt/DP/zb
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