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"Cashflow wird gefressen": Burrys KI-Warnung trifft Nvidia, Amazon und Co.

Michael Burry attackiert den KI-Boom. Rechenzentren fressen Cashflow, Schulden steigen, "Buchhaltungstricks" sollen Gewinne retten. Ein Tech-Experte kontert.
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Ein Bauarbeiter in Arbeitskleidung (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com
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Michael Burry hat die nächste Debatte über den Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) angefacht. Der Investor stellte auf X die Frage, wie lange die Tech-Giganten ihre gigantischen Rechenzentrums-Ausgaben durchhalten, ohne Cashflow, Bilanz und Gewinne zu beschädigen.

Burry nahm unter anderem Oracle, Alphabet, Meta, Microsoft (Microsoft Aktie), Amazon, Nvidia und Caterpillar (Caterpillar Aktie) ins Visier. "Wann enden die Ausgaben für den Ausbau von Künstlicher Intelligenz-Rechenzentren tatsächlich?", schrieb er.

Er warnte, die Investitionen fräßen den Cashflow und zwängen Unternehmen zu mehr Verschuldung. Zudem stellte er die Rechnungslegung infrage. "Jetzt greifen Sie zu Buchhaltungstricks, um Ausgaben zu verbergen und Gewinne zu schützen", schrieb Burry.

Aakash Gupta, Autor eines Tech-Newsletters mit mehr als 200.000 Abonnenten, widersprach. Er schrieb, Burry argumentiere vor allem über Abschreibungen und das Tempo der Investitionsausgaben.

Gupta verwies auf angekündigte Investitionsbudgets der "vier großen Hyperscaler" von 650 bis 700 Milliarden US-Dollar für 2026 nach 381 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Er behauptete außerdem, Amazon (Amazon Aktie) habe 200 Milliarden US-Dollar zugesagt und damit deutlich über dem Konsens gelegen.

Gupta konzentrierte sich auf die Abschreibung von Nvidia-Grafikprozessoren. Sie könnten wirtschaftlich schneller veralten, würden aber über längere Zeiträume abgeschrieben. Gupta schrieb, Burry rechne daraus eine Unterschätzung der Abschreibungen von 176 Milliarden US-Dollar für 2026 bis 2028 und ein um mehr als 20 Prozent höher ausgewiesenes Betriebsergebnis bei Unternehmen wie Oracle (Oracle Aktie) und Meta.

Gupta nannte zudem Cashflow-Druck, unter anderem mit Verweisen auf Morgan Stanley und Bank of America (Bank of America Aktie), sowie höhere Anleihe-Emissionen, darunter eine Prognose von JPMorgan über 1,5 Billionen US-Dollar.

Gupta warnte aber auch vor Burrys Timing. "Die strukturelle Analyse ist richtig, das Timing ist falsch", schrieb er. Burry konterte scharf und verteidigte seine Trefferquote. "Ich habe so ziemlich alles vorhergesagt, was in den letzten 26 Jahren von Bedeutung war", schrieb er.

Zum Schluss zieht Burry eine historische Parallele 

Er verglich den heutigen Hype mit der Radio-Manie der 1920er Jahre um RCA. Die Aktie sei in den 1930er Jahren um etwa 98 Prozent vom Hoch zum Tief gefallen, obwohl das Radio weiter wuchs. Selbst mit der richtigen Technik-Story könne der falsche Titel teuer werden, deutete Burry an und setzte dahinter den Verweis auf Nvidia. Auf die nächsten Quartalszahlen des Tech-Riesen müssen Anleger und Analysten nicht mehr lange warten. Am Mittwoch ist Showdown!

Autor: sbh-Redaktion/neb


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