BYD überholt Tesla in Europa: Der neue Auto-Kampf beginnt
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.
Tesla meldet sich in Europa mit starkem Wachstum zurück. Doch BYD legt noch stärker zu und zieht beim Marktanteil vorbei. Der Kampf um den Elektroauto-Markt geht in die nächste Runde.
Für dich zusammengefasst:
Im Mai 2026 stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 3,2 Prozent.
Tesla verkaufte im Mai 21.767 Fahrzeuge in Europa.
BYD erhöhte seinen Marktanteil auf 2,7 Prozent und überholte Tesla.
Der Automarkt in der Europäischen Union bleibt auf Erholungskurs. Die Pkw-Neuzulassungen stiegen im Mai 2026 um 3,2 Prozent auf 955.013 Fahrzeuge. Damit wuchs der Markt den vierten Monat in Folge. Im April hatte das Plus allerdings noch 5,1 Prozent betragen.
Unter den vier größten Märkten legten Italien mit 7,6 Prozent und Frankreich mit 3,7 Prozent am stärksten zu. Deutschland kam nur auf ein leichtes Plus von 0,1 Prozent. Von Januar bis Mai stiegen die Neuzulassungen in der Europäischen Union insgesamt um vier Prozent.
E-Fahrzeuge gewinnen weiter Marktanteile
Reine Batterieautos erreichten im Mai einen Anteil von 20 Prozent. Vor einem Jahr waren es 15,3 Prozent. Hybridfahrzeuge blieben mit 37,8 Prozent die bevorzugte Wahl der Käufer. Benziner und Diesel fielen zusammen von 38 auf 30,1 Prozent.
In den ersten fünf Monaten wurden in der Europäischen Union 950.521 neue reine Batterieautos zugelassen. Besonders stark wuchsen Italien mit 75,7 Prozent, Frankreich mit 55,4 Prozent und Deutschland mit 40,9 Prozent. Plug-in-Hybride kamen auf 460.217 Fahrzeuge. Ihr Marktanteil stieg von 8,3 auf 9,7 Prozent.
Tesla meldete sich im Mai in Europa deutlich zurück. Der US-amerikanische Elektroautobauer verkaufte 21.767 Fahrzeuge. Das waren rund 152 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil des Unternehmens von Elon Musk stieg von 0,9 auf 2,3 Prozent.
Noch stärker schnitt BYD ab. Der chinesische Hersteller erhöhte seinen Marktanteil von 1,1 auf 2,7 Prozent und lag damit vor Tesla. Etablierte Anbieter wie Volkswagen, Stellantis, Renault (Renault Aktie) und Toyota verloren dagegen relativ an Boden.
Auch in China zog Tesla an
Die Verkäufe der dort gebauten Elektroautos stiegen im Mai laut China Passenger Car Association um 39,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es war der siebte Monat in Folge mit Wachstum. Die Auslieferungen der Modelle 3 und Y aus dem Werk in Shanghai erreichten 85.982 Fahrzeuge, einschließlich der Exporte nach Europa und in andere Märkte.
Der Wettbewerb bleibt hart. BYD hält seine hohen Auslieferungen nach Europa und in andere Märkte aufrecht. Der Konzern setzt stärker auf Technologie und Produktunterschiede statt nur auf Preissenkungen. Zuletzt sagte BYD zu, für ein Jahr die Kosten für Entschädigungen und Reparaturen bei Unfällen im Zusammenhang mit der Fahrerassistenzfunktion City Navigation vollständig zu übernehmen.
Tesla wartet in China dagegen weiter auf die Genehmigung seiner fortschrittlichsten Fahrerassistenzsysteme. Das könnte die Wettbewerbsfähigkeit belasten, während lokale Rivalen ihre intelligenten Fahrfunktionen schneller ausbauen.
Für Anleger zeigt sich ein klarer Trend. Europas Automarkt wächst wieder. Doch die Kräfte verschieben sich. Elektroautos und Hybride gewinnen, während BYD immer stärker in den europäischen Markt drängt. Tesla holt auf, muss sich dem chinesischen Rivalen aber weiter stellen. Seit Jahresbeginn hat die Tesla-Aktie etwa 7,5 Prozent an Wert eingebüßt. BYD-Anteile sanken im selben Zeitraum gar zweistellig.
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