BERLIN/KIEW (dpa-AFX) - In den russischen Drohnenangriffen während des Kiew-Besuchs des Kanzlers sieht Wirtschaftsministerin Katharina Reiche Einschüchterungsversuche Moskaus gegen die Bundesregierung. Die CDU-Politikerin, die selbst mit in die Ukraine gereist war, berichtete im Podcast von "Bild"-Vize Paul Ronzheimer von einer großen Regelmäßigkeit an Angriffen. Es seien Ziele sehr nah am Stadtzentrum getroffen worden.
Für dich zusammengefasst:
Russland führte Drohnenangriffe während des Kanzlerbesuchs aus.
Wirtschaftsministerin bezeichnete die Angriffe als Einschüchterung.
Die Angriffe zielten nah am Stadtzentrum von Kiew.
Reiche erklärte, die Angriffe seien ein Zeichen, dass man stören wolle. Man zeige, dass es keinen Respekt davor gebe, wer sich dort gerade treffe. "Es ist zynisch."
Reiche sagte: "Ich rechne fest damit, dass die russische Führung genau wusste, wo sie treffen muss, um deutliche Zeichen zu setzen." Sie fügte hinzu: "erschrecken, abschrecken, vielleicht Unsicherheit auslösen, vielleicht verhindern, dass Abkommen abgeschlossen werden, dass man sich der Solidarität versichert". Angst zu erzeugen, sei ein beliebtes Mittel der russischen Führung.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) war am Wochenende unter anderem in Begleitung von Reiche in die ukrainische Hauptstadt gereist. Russland setzte seine Luftangriffe auf Kiew und das ganze Land während des Besuchs verstärkt fort. Immer wieder heulten die Sirenen./thn/DP/mis
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