dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 189

Bundesregierung warnt vor größeren Bodeneinsätzen im Libanon

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung äußert sich "enorm beunruhigt" über die Entwicklungen im Libanon und warnt die israelische Regierung vor einer größeren Bodenoffensive. "Der Blick auf diesen Teil des Kriegsgebietes erfüllt uns mit Sorge, weil wir Vorbereitung für eine größere israelische Bodenoffensive sehen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Eine solche Offensive würde "die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region deutlich verschlechtern (..) und noch mal zu einem erhöhten Fluchtgeschehen beitragen", fügte er hinzu.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Blick in den Plenarsaal des Reichstagsgebäudes während einer Sonderveranstaltung am 16. Juni 2023. Berlin/Deutschland
Quelle: - ©Tobias Koch:

Aus diesem Grund fordere man "auch unsere israelischen Freunde eindringlich auf, diesen Weg nicht einzuschlagen, und sind auch im Kontakt, diese Botschaft mitzuteilen", sagte Kornelius.

Bundesregierung an Israel: Zivile Ziele und Unifil nicht angreifen

Die Bundesregierung verurteile scharf, dass die Hisbollah-Miliz aufseiten des Irans wieder in den Kampf gegen Israel eingetreten sei. Die Hisbollah müsse die Kämpfe einstellen und die Waffen niederlegen. Man begrüße, dass es Anstrengungen gebe, die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon wieder in Gang zu setzen, sagte Kornelius. Die Bundesregierung fordere Israel zudem auf, zivile Ziele und die Friedenstruppe der UN-Beobachtermission Unifil nicht anzugreifen. Unifil-Blauhelmsoldaten waren zuletzt im Grenzgebiet zu Israel immer wieder zwischen die Fronten und unter Beschuss geraten.

Eigenen Angaben zufolge hat die israelische Armee "begrenzte und gezielte Bodeneinsätze" im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz. Die Einsätze am Boden seien "Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen", um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen./bk/DP/nas

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend