Bundesregierung bestellt iranischen Botschafter ein
BERLIN (dpa-AFX) - Das Auswärtige Amt hat angesichts der iranischen Angriffe auf Israel und andere Staaten der Region den iranischen Botschafter einbestellt. "Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen", teilte das deutsche Außenministerium in Berlin auf X mit.
"Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismäßigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele", kritisierte das Auswärtige Amt weiter. "Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region." Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert.
Botschafter Madschid Nili habe im Auswärtigen Amt erklärt, dass die israelisch-amerikanischen Angriffe gegen das Völkerrecht verstießen, teilte die iranische Vertretung in Berlin mit. Er verwies auf Artikel 51 der UN-Charta, der das Recht zur Selbstverteidigung festlegt. "Die Maßnahmen Irans erfolgen im Rahmen dieses legitimen Selbstverteidigungsrechts", zitierte ihn die Botschaft./bk/DP/stw
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