- Brauerei Wolters stellt bis Jahresende Bierbrauen ein.
- Die Brauerei hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt.
- Es gibt 560.000 Euro Unterstützungszusagen für Wolters.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Im Sommer hatte die 1627 gegründete Brauerei einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt und das unter anderem mit Absatzrückgängen auf dem deutschen Biermarkt begründet. Zwischenzeitlich hatte Wolters auch nach neuem Kapital gesucht. "Ein entsprechender Investorenprozess für den Produktionsstandort blieb jedoch ohne Erfolg", teilte die Insolvenzkanzlei mit. Die rund 90 Beschäftigten wurden über die Schließung des Standorts informiert.
Die Schließung der Produktion in Braunschweig sei kein "Naturgesetz", teilte die Gewerkschaft mit. Es gebe einen Restfunken an Hoffnung - und über Internetplattformen habe es bereits Zusagen über insgesamt 560.000 Euro gegeben. Ziel sei der Erhalt von Arbeitsplätzen, ein "maßgeschneiderter Teil" der Braunschweiger Produktionsstätte könne mit Hilfe von Bürgerkapital eine genossenschaftlich getragene Braustätte bleiben. Die Gewerkschaft forderte einen Runden Tisch von Eigentümern, Stadt und Banken.
Der deutsche Biermarkt war im vergangenen Jahr so stark geschrumpft wie nie seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt Anfang Februar berichtet hatte. Im Sommer hatte das Unternehmen als Ziel ausgegeben, den Geschäftsbetrieb grundlegend zu sanieren und sich wirtschaftlich neu aufzustellen. Das Insolvenzverfahren über die Brauerei wurde zum 1. September eröffnet.
Das Aus der Brauerei bedeutet nach früheren Angaben der Kanzlei nicht zwangsläufig auch das Aus für das dort gebraute Bier. Bemühungen, die Marke Wolters zu erhalten, laufen demnach weiter, Gespräche mit Interessenten werden geführt./tst/DP/zb
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