Die Offenlegung folgt einer Änderung der Sicherheitsrichtlinien vom 22. Oktober. Bislang hielten die Entwickler mittelschwere Schwachstellen teilweise bis zu einem Jahr zurück, um Betreibern ausreichend Zeit für Updates einzuräumen. Da große Sprachmodelle solche Fehler inzwischen leichter aufspüren können, sollen einfach auffindbare Sicherheitslücken künftig schneller behoben und öffentlich dokumentiert werden.
Auch die beiden anderen Sicherheitslücken wurden bei einer automatisierten KI-Analyse des Bitcoin-Core-Quellcodes entdeckt. Sämtliche Ergebnisse wurden anschließend von einem menschlichen Entwickler überprüft.
Eine der Schwachstellen erlaubte es verbundenen Nodes, eine veraltete Protokollversion vorzutäuschen und anschließend die Kommunikation zu blockieren. Dadurch sammelten sich Nachrichten im Arbeitsspeicher des betroffenen Rechners. Laut Sicherheitshinweis konnte der Speicherbedarf pro eingehender Verbindung um zwei Megabyte und pro ausgehender Verbindung um fünf Megabyte pro Stunde steigen.
Der dritte Fehler betraf die Speicherung von Daten bei Blockchain-Reorganisationen. Miner konnten speziell präparierte Blöcke erzeugen, die einen Überlauf entsprechender Dateien verursachten. Auf Windows- und 32-Bit-Systemen konnte dies zum Ausfall des Nodes führen. Laut Sicherheitshinweis ließ sich das Problem auch durch einen Neustart nicht beheben. Bestimmte 32-Bit-Systeme sowie Nodes mit älteren FAT32-Speichermedien bleiben trotz des Updates anfällig.
Für die kommenden zwei Wochen kündigten die Entwickler die Offenlegung von drei weiteren Sicherheitslücken mit mittlerem und hohem Schweregrad an. Diese wurden bereits mit Bitcoin Core 30.0 behoben.
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