Buterin mahnt: Schnappt die KI den Minern den Strom weg?

BTC-Echo  | 
aufrufe Aufrufe: 248
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin sieht die Bitcoin-Miner im Wettbewerb mit Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz vor einer schwierigen Zukunft. In einem Beitrag auf X erklärte er, dass beim Mining etwa die Hälfte der Kosten auf Strom und die andere Hälfte auf technische Infrastruktur entfällt. Bei KI-Anwendungen sieht die Rechnung anders aus, weshalb deren Betreiber nach seiner Einschätzung höhere Strompreise verkraften können.

Tweet

Deutlich wird der Unterschied bei den Produktionskosten: Einer von Buterin veröffentlichten Aufstellung zufolge kostet das Mining eines Bitcoin insgesamt rund 93.700 US-Dollar. Davon entfallen etwa 43.000 US-Dollar auf Strom und weitere 37.600 US-Dollar auf Investitionen in Technik, darunter Mining-Hardware und Kühlung. Die restlichen Ausgaben entstehen unter anderem durch Personal und Wartung. Damit liegen die geschätzten Gesamtkosten über dem aktuellen Bitcoin-Kurs, was die Rentabilität vieler Betreiber infrage stellt.

Bitcoin-Mining wird durch steigende Kosten belastet

Anders sieht die Kostenverteilung bei der KI-Inferenz aus, also dem Betrieb bereits trainierter KI-Modelle. Hier verschlingt vor allem die benötigte Rechenhardware einen Großteil des Budgets, während Strom einen vergleichsweise kleineren Anteil ausmacht. Nach Buterins Einschätzung können KI-Unternehmen deshalb höhere Energiepreise bezahlen, ohne dass ihre Kosten im selben Verhältnis steigen wie beim BTC-Mining.

Werte aus dem Artikel:
Bitcoin 79.169,090 -2,48%
BTC/EUR 70.836,070 -2,72%

Read also: article #238353

Für Mining-Unternehmen könnte das zum Problem werden, da beide Geschäftsmodelle leistungsfähige Rechenzentren und große Stromanschlüsse benötigen. Viele Bitcoin-Miner verfügen bereits über Standorte mit genehmigtem Netzanschluss, die auch für KI-Betreiber interessant sind.

Einige Unternehmen haben bereits begonnen, ihre Infrastruktur auch für KI-Anwendungen bereitzustellen. Dadurch können sie zusätzliche Einnahmen erzielen und sind weniger stark vom Bitcoin-Kurs abhängig.

Für das Mining bleibt günstiger Strom damit ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. KI-Unternehmen profitieren hingegen davon, wenn sie die teure Hardware möglichst günstig finanzieren können. Ob künstliche Intelligenz Bitcoin-Miner langfristig von bestimmten Standorten verdrängt, hängt allerdings von den tatsächlichen Stromkosten und der Wirtschaftlichkeit beider Geschäftsmodelle ab. Die von Buterin veröffentlichten Zahlen sind Schätzwerte und lassen sich nicht auf jeden Mining-Betrieb übertragen.


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren