Es sei wichtig, dass bei den sogenannten Generalsanierungen ein Gleichgewicht zwischen Kapazitätsbeschränkung, Leistungsfähigkeit der Bauindustrie und dringenden Investitionsbedarfen ins Flächennetz gewahrt werde, heißt es darin. "In Absprache mit der neuen Bundesregierung planen wir daher die Anzahl der Generalsanierungen auf 4-5 pro Jahr anzupassen." Das bedeute, dass die insgesamt 42 Generalsanierungen erst Mitte der 2030er Jahre abgeschlossen sein werden.
Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte: "Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, schauen wir uns das Korridorsanierungskonzept genau an und schärfen wo nötig nach." Derzeit erarbeite die InfraGo auf Basis von Rückmeldungen aus der Bau- und Bahnbranche einen Anpassungsvorschlag, "der auch eine zeitliche Streckung der Korridore beinhalten kann".
Zentraler Baustein für Modernisierung des maroden Netzes
Die Modernisierung Dutzender stark befahrender Streckenkorridore gilt als zentraler Baustein, um das marode Schienennetz nach und nach wieder auf Vordermann zu bringen. Die insgesamt 42 Strecken werden dafür für jeweils rund sechs Monate voll gesperrt und rundum saniert. Den Anfang machte im vergangenen Jahr die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim. In diesem Jahr ist die Strecke zwischen Hamburg und Berlin dran.
Zuletzt war geplant, im Jahr 2031 mit allen Strecken fertig zu sein. In den kommenden Jahren sollten bislang jährlich bis zu neun Strecken saniert werden - nicht alle so groß und komplex wie die Riedbahn oder Hamburg-Berlin. Dennoch hatte insbesondere die Union schon früh Zweifel an dem Zeitplan geäußert. Schließlich bedeuten die Vollsperrungen monatelange und erhebliche Einschränkungen für Fahrgäste und den Gütertransport. Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist vereinbart, das Konzept zu überprüfen und möglicherweise anzupassen.
Auch die Wettbewerber der Deutschen Bahn im Güterverkehr halten eine Überarbeitung für notwendig und den bisherigen Zeitplan für zu ambitioniert./maa/DP/mis
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