- Florian Hager sieht Massenmedien am Ende ihrer Ära.
- Inhalte werden personalisiert, Journalisten zu Kuratoren.
- Medien müssen Vertrauensverlust durch Fehler vermeiden.
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Das Massenpublikum werde immer mehr zur Community, Inhalte würden personalisiert, Journalisten zu Kuratoren in Begleitung des Meinungsbildungsprozesses, sagte Hager. Die "Plattformisierung" habe das Vermittlungsmonopol der Medien gebrochen und diese in eine Zulieferrolle gedrängt. Mit der Künstlichen Intelligenz (KI) beginne nun eine völlig neue Phase. "Die KI wird alles verändern", sagte der ARD-Chef. Aber neben der Technologie wandelten sich auch die Inhalte.
"Google wird es nicht leisten können"
Hager nannte die aus seiner Sicht wichtigen Punkte für Veränderungen: Das in Nischen segmentierte Publikum habe neue Ansprüche - es erwarte von den Medien, dass sich alle Menschen gesehen fühlten. Jedes Thema brauche also nicht nur zwei, sondern mehrere Blickwinkel. Um Vertrauen zu gewinnen, müssten Medien erklären, wie sie arbeiteten, sagte Hager. Zudem dürfe man Fehler nicht wegwischen oder kleinreden, sonst werde Vertrauen beschädigt.
Auf technischer Ebene gehe es nicht mehr um Digitalisierung, sondern eben um die KI, die völlig neue Herausforderungen stelle, fügte Hager hinzu. Dabei bleibe es jedoch extrem wichtig, das Thema Demokratie und den Journalismus als vierte Gewalt nicht zu vergessen. "Ich glaube, Google (Alphabet A Aktie) wird es eben nicht leisten können", sagte er.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
"Bollwerk für die Verfassung"
Wichtig sei deshalb, dass deutsche und europäische Medien zusammen eine starke Position gegenüber den Tech-Konzernen und der Politik aufbauten und dafür enger kooperierten, fügte Hager hinzu. "Als Qualitätsmedien bilden Verlagshäuser, private Sender und die öffentlich-rechtlichen Anstalten ein Bollwerk für unsere demokratische Verfassung", sagte der Intendant./vsr/DP/stw
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