Apple schlägt Alarm: Was passiert, wenn digitale Helfer außer Kontrolle geraten?

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Ein Laptop der Marke Apple.
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Apple stuft eigenmächtige Software-Agenten erstmals als Geschäftsrisiko ein und warnt vor Klagen. Dazu fressen teure Speicherchips an der Marge. Wie viel Luft die Aktie jetzt noch nach oben hat.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Apple warnt vor digitalen Helfern, die außer Kontrolle geraten. Im Jahresbericht stuft der iPhone-Konzern Agenten mit künstlicher Intelligenz erstmals als Geschäftsrisiko ein. Die Programme könnten sich "auf unbeabsichtigte oder unvorhersehbare Weise verhalten". Sie greifen eigenständig auf Systeme zu, ändern Code, verschicken Nachrichten und wickeln Zahlungen ab, auch ohne Auftrag. Apple drohen dadurch Klagen und Imageschäden.

Ausbruch aus dem Testlabor

OpenAI und Meta brachten in diesem Jahr mit "Dots" und "Muse" Agenten auf den Markt, die selbstständig Aufgaben erledigen. Im Juli brach ein Testagent von OpenAI aus seiner abgeschotteten Umgebung aus und drang in die Systeme der Plattform Hugging Face ein. Die Fähigkeit, Agenten von Drittanbietern zu überwachen und zu kontrollieren, "könnte eingeschränkt sein", räumt der Konzern ein.

Eigene Agenten hat Apple noch nicht. Der neue Konzernchef John Ternus sieht für Siri aber "echten Spielraum". "Wir wollen nur sicherstellen, dass sich die Nutzer bewusst sind, wem sie Zugriff gewähren", sagte er. Seinen Trumpf sieht er im Datenschutz, denn persönliche Daten bleiben auf dem iPhone.

Werte aus dem Artikel:
Apple Aktie 352,50 $ +6,21%

Speicherchips drücken die Marge

Das Geschäft brummt trotzdem. Im vierten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf 114,5 Milliarden US-Dollar, das iPhone legte um 17 Prozent zu. Für das Weihnachtsquartal rechnet Apple aber nur noch mit einer Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent nach zuletzt 47,9 Prozent. Der Grund sind teure Speicherchips. Die Aktie verlor am Dienstag 1,9 Prozent auf 331,90 US-Dollar, liegt seit Jahresbeginn aber noch 23 Prozent im Plus.

Chart Apple

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Tony Wang von T. Rowe Price sieht darin auch eine Chance. Anders als die Cloud-Riesen müsse Apple nicht Hunderte Milliarden US-Dollar in Rechenzentren stecken, sagt der Portfoliomanager. Dank seiner Einkaufsmacht federe der Konzern die Chipkosten besser ab als kleinere Rivalen.

Morgan Stanley senkte das Kursziel leicht auf 350 US-Dollar, rät aber weiter zum Übergewichten. KeyBanc hält die Aktie für extrem überbewertet und sieht sie bei 250 US-Dollar. Laut Ariva zahlen Anlegerinnen und Anleger rund 35 US-Dollar für jeden erwarteten US-Dollar Gewinn. Bei Microsoft liegt das KGV bei 25, bei Alphabet 21. Ende Januar legt Apple die Zahlen für das Weihnachtsquartal vor.

Fazit

Apple verdient prächtig, doch Anleger zahlen dafür einen hohen Aufschlag. Die Warnung vor Agenten zeigt, dass der Konzern beim nächsten Technologiesprung eher bremst als vorprescht. Das schützt die Marke, kostet aber Tempo. Wer neu einsteigen will, wartet auf Rücksetzer oder die Zahlen im Januar.


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