AKTIE IM FOKUS: Qiagen-Anteile legen nach Bericht über bald anstehendes Gebot zu

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Labordienstleisters und Diagnostikkonzerns Qiagen (Qiagen Aktie) knüpfen am Mittwoch vorbörslich an ihren guten Lauf aus dem späten Vortagshandel an. Treiber der Bewegung ist einmal mehr ein Bericht über ein bevorstehendes Angebot des Finanzinvestors EQT.

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Der Kurs des Dax-Unternehmens legte außerbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um bis zu 3,5 Prozent zu, zuletzt waren es dann noch mehr als zwei Prozent Plus. Am Vortag war der Kurs bereits um fast vier Prozent gestiegen, vor allem dank einer Rally in den letzten 30 Handelsminuten. Mit 43 Euro notieren die Titel auf ihrem höchsten Stand seit Mitte Februar.

Im Januar war der Kurs wegen der wieder einmal aufgekommenen Spekulationen auf eine Übernahme bis auf fast 48 Euro geklettert. In den Wochen und Monaten danach sackte er wieder kräftig ab, nachdem sich die Hoffnungen auf ein Gebot zerschlagen hatten. Im Sommer fiel der Kurs bis auf fast 27,50 Euro zurück. Seit einiger Zeit gibt es aber wieder Berichte über ein Interesse von Investoren.

Am Dienstagabend berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass der schwedische Finanzinvestor EQT in fortgeschrittenen Verhandlungen über ein Gebot ist. Als möglicher Preis für eine in den USA gehandelte Aktie wurden in dem Artikel, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berief, 50 Dollar (Dollarkurs) genannt. Das wären aktuell umgerechnet rund 44,50 Euro.

Nach Bloomberg-Informationen tritt die Qiagen-Spitze noch diese Woche zusammen, um über das EQT-Interesse zu beraten. Neben den Schweden soll auch der US-Finanzinvestor KKR ein Auge auf Qiagen geworfen haben. Vertreter der genannten Unternehmen wollten dem Bericht zufolge die Spekulationen nicht kommentieren.

Werte aus dem Artikel:
Qiagen Aktie 44,99 € +0,81%

Um Qiagen ranken sich seit vielen Jahren immer wieder Übernahmespekulationen. Anfang des Jahrzehnts war der US-Laborausrüster Thermo Fisher mit einem Gebot über 43 Euro je Aktie oder insgesamt etwas mehr als elf Milliarden Euro gescheitert. Der US-Konzern bekam den Widerstand von einigen Investoren zu spüren und erreichte deshalb die Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent nicht.

Nach dem gescheiterten Versuch von Thermo Fisher sorgte die Corona-Pandemie für florierende Geschäfte des Unternehmens. Infolge dessen gab es auch immer wieder Berichte, dass sich sowohl große Unternehmen aus der Branche als auch Finanzinvestoren für Qiagen interessieren. Zusammen mit den guten Zahlen trieb das den Kurs bis auf mehr als 56 Euro. Es kam jedoch nie zu einem Gebot.

Danach kehrte mit Blick auf Übernahmegerüchte etwas mehr Ruhe ein, bevor sich in diesem Jahr die Spekulationen, beginnend mit einem Bloomberg-Bericht im Januar, wieder verdichteten.

Im Frühjahr bestätigte Qiagen, mit Unterstützung beratender Banken strategische Optionen auszuloten. Diese Suche soll jetzt unter dem neuen Konzernchef Jonathan Pratt weitergeführt werden, wie Qiagen im August mitteilte. Pratt übernahm den Chefposten bei dem Labordienstleister und Diagnostikkonzern am 1. September.

Mit dem bisherigen Chef der Filtration Group gewinnt Qiagen eigenen Angaben zufolge eine Führungskraft mit Erfahrung in der Steuerung von Übernahmethemen. Bei seinem bisherigen Arbeitgeber hatte er diesen Prozess bis zum Abschluss des Verkaufs an Parker-Hannifin vollzogen./zb/he/tih/stk


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