Einbrüche und Cyberangriffe
"Bei einer unserer Partnerorganisation wurde dreimal eingebrochen", berichtet der Vorsitzende des in Berlin ansässigen Netzwerks. Gegen Akno habe es bereits zwei Cyberangriffe gegeben. Diese Hackerattacken habe man erfolgreich abwehren können, "da wir mit so etwas gerechnet hatten". Das Netzwerk, das nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Jahren 1.200 Menschen aus Russland, Belarus und der Ukraine finanziell unterstützt hat, geht laut Schmädeke davon aus, dass ein russischer Geheimdienst hinter den Cyberangriffen steckt. Das nachzuweisen sei natürlich schwierig, räumt er ein.
Verdächtige Personen
"Das Gleiche gilt, wenn - wie schon geschehen - ein Mensch, der nicht zu unserem Netzwerk gehört, mehrfach im Umfeld von nicht öffentlich angekündigten Treffen, die wir organisieren, auftaucht", sagt Schmädeke. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Russland und Belarus, die Akno unterstützt, mussten ihre Heimat aufgrund von Verfolgung, Berufsverboten oder Ähnlichem verlassen. Forscher aus der Ukraine, denen der Verein hilft, kamen aufgrund des Krieges nach Deutschland, einige aus den von Russland besetzten Gebieten auch aufgrund von Repressionen.
Ende März war eine mutmaßlich aus Russland gesteuerte Cyberattacke auf die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) bekanntgeworden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundesamt für Verfassungsschutz sind in die Analyse des Vorfalls involviert.
Die DGO ist von den russischen Behörden als "extremistische Organisation" eingestuft worden, wogegen das Auswärtige Amt protestiert hat. Akno gilt in Russland seit Dezember 2023 als "unerwünschte ausländische Organisation". Seither ist dem Verein jegliche Tätigkeit in Russland untersagt./abc/DP/zb
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