AfD verliert Stichwahlen in Niedersachsen - Hannover bleibt grün

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 288
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Flaggen der Alternative für Deutschland (AfD).
- © Thomas Lohnes / Freier Fotograf / Getty Images News / Getty Images

HANNOVER (dpa-AFX) - Die AfD hat erste kommunale Spitzenposten in Niedersachsen deutlich verpasst - während die Grünen das Rathaus in Hannover verteidigt haben. In der Landeshauptstadt gewann Oberbürgermeister Belit Onay nach dem vorläufigen Ergebnis mit 61,5 Prozent gegen den SPD-Kandidaten Axel von der Ohe, der auf 38,5 Prozent kam.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Onay regiert seit 2019 in Hannover. Davor war die Stadt lange in SPD-Hand. Der unterlegene von der Ohe riet seiner Partei, das Ergebnis "auch innerlich" anzunehmen. OB- und Ratswahl hätten einen klaren Auftrag gegeben: "Der Auftrag heißt Grün-Rot. Das sollten wir annehmen."

Die SPD-Politikerin Eva Bender wird neue Präsidentin der Region Hannover. Sie gewann die Stichwahl mit 69,4 Prozent gegen den CDU-Kandidaten Oliver Junk. Zuletzt hatte Steffen Krach das Amt inne, der inzwischen nach Berlin gewechselt ist.

In Braunschweig - zweitgrößte Stadt des Landes - wurde Amtsinhaber Thorsten Kornblum (SPD) mit 75,6 Prozent wiedergewählt. In Osnabrück setzte sich Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) mit knapp 57 Prozent gegen den Grünen-Kandidaten Volker Bajus durch.

Im Landkreis Osnabrück behauptete sich Amtsinhaberin Anna Kebschull mit rund zwei Dritteln der Stimmen. Sie war diesmal nicht mehr als Kandidatin der Grünen, sondern als Einzelbewerberin angetreten. Ähnlich verlief es in Lüneburg. Dort bleibt Claudia Kalisch Oberbürgermeisterin. Sie ist Grünen-Mitglied, trat aber ebenfalls als Einzelbewerberin an. Beide begründeten dies damit, ihr Amt überparteilich zu führen.

In Göttingen stellen die Grünen künftig die Oberbürgermeisterin. Onyeka Oshionwu setzte sich mit knapp 63 Prozent gegen den CDU-Kandidaten Ehsan Kangarani durch. Das Rathaus der Universitätsstadt war in den vergangenen Jahrzehnten meist in SPD-Hand. Der sozialdemokratische Kandidat hatte es diesmal jedoch nicht in die Stichwahl geschafft.

Klare Niederlagen für die AfD

Die AfD war in drei Stichwahlen vertreten. In der kreisfreien Stadt Salzgitter setzte sich Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) - seit 2006 im Amt - mit 74,7 Prozent gegen die AfD-Kandidatin Patricia Mair mit 25,3 Prozent durch. In der Kleinstadt Munster im Heidekreis gewann die Einzelbewerberin Anna Adamczak mit rund 80 Prozent gegen den AfD-Bewerber. Auch in Bockenem im Landkreis Hildesheim setzte sich der Einzelbewerber Jens Lüer mit 69,6 Prozent gegen den AfD-Kandidaten durch.

In Oldenburg verlor die SPD das Rathaus. Der parteilose Jascha Rohr, den Grüne und CDU unterstützt hatten, gewann knapp mit rund 51,6 Prozent gegen den SPD-Landtagsabgeordneten Ulf Prange. Rohr folgt auf Jürgen Krogmann (SPD), der seit 2014 Oberbürgermeister ist.

Zwei Wochen nach den Kommunalwahlen fanden insgesamt 123 Stichwahlen um hauptamtliche Posten wie Bürgermeister und Landräte statt. Die Gewählten sind für acht Jahre im Amt. Alle Ergebnisse sind zunächst vorläufig./cwe/DP/mis



Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren