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Adidas-Aktie nach dem Absturz: Das raten jetzt die Analysten!

Die Anteile des Sportartikelherstellers sind nach einem enttäuschenden Ausblick auf ein 3-Jahres-Tief gefallen. Das raten jetzt Expertinnen und Experten.
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Die Zentrale des Sportartikelherstellers Adidas.
Quelle: - © adidas AG
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Adidas-Ausblick überzeugt nicht, Aktie auf 3-Jahres-Tief

Sportartikelhersteller Adidas konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einem schwierigen Wettbewerbsumfeld trotzen und neben seinen Erlösen auch seinen Gewinn kräftig steigern. Daran sollen die Anlegerinnen und Anleger jetzt mit einer kräftigen Dividendenerhöhung beteiligt werden. Nichtsdestotrotz fiel die Aktie am Mittwoch auf ein neues Mehrjahrestief.

Investoren störten sich am als schwach empfunden Ergebnisausblick für 2026. Statt der im Mittel geschätzten 2,7 Milliarden Euro stellte CEO Björn Gulden lediglich ein Periodenergebnis von 2,3 Milliarden Euro in Aussicht. Auch die Wachstumsprognose ließ etwas zu wünschen übrig. Nach einem zweistelligen Anstieg im vergangenen Jahr rechnet Adidas nur mit einstelligen Umsatzzuwächsen.

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Experten bleiben überwiegend optimistisch

Geht es nach den ersten Analystenstimmen, stellt der unter den Erwartungen liegende Ergebnisausblick kein größeres Problem für die Aktie dar. Vor Lob überschlugen sich die Expertinnen und Experten zwar nicht, aber erste Research-Teams eilten rasch zur Verteidigung der Aktie bei und bekräftigen ihre Kaufempfehlungen.

Dazu gehört beispielsweise die Analystenschmiede Jefferies. Analyst James Grzinic bemängelte zwar den Margenausblick des Unternehmens und warnte davor, dass dieser länger für Gesprächsstoff sorgen könnte. Er sieht Adidas aber unverändert unterschätzt und bekräftigte neben seiner Kaufempfehlung auch das Kursziel von 220 Euro.

Wenn es nach der Deutschen Bank und Analyst Adam Cochrane geht, liegt der faire Wert der Aktie mit 230 Euro sogar noch etwas höher. Er verwies in seiner Einschätzung ebenfalls auf den Ausblick unter den Markterwartungen, sprach aber von "beruhigenden" mittelfristigen Zielen. Cochrane gilt laut dem Vergleichsportal für Wall-Street-Analystinnen und Analysten TipRanks allerdings als nicht sehr zuverlässiger Experte.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hielt an ihrer neutralen Einschätzung der Aktie fest. Am Kursziel von 180 Euro, das dennoch erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert, wurde jedoch nicht gerüttelt. Kritik übte Analyst Richard Edwards am Ergebnisausblick, der auf operativer Basis um 15 Prozent unter dem Konsens liege.

Ebenfalls skeptisch zeigte sich Piral Dadhania von der Royal Bank of Canada (RBC). Er beließ seine Einstufung von Adidas bei "Sector Perform" und warnte vor weiteren Enttäuschungen auf der Ertragsseite.

Insgesamt rät eine große Mehrheit der Expertinnen und Experten weiterhin zum Kauf der Anteile. Adidas verzeichnet bei insgesamt 29 Einschätzungen 16 Empfehlungen zum "Kaufen" und weitere 6 zum "Übergewichten". Dem stehen nur 6 neutrale Einschätzungen sowie eine Bewertung mit "Reduzieren" gegenüber. Im Mittel wird als fairer Wert 217,46 Euro genannt, was ein Aufwärtspotenzial von fast 48 Prozent impliziert. Allerdings muss in den kommenden Tagen damit gerechnet werden, dass es hier noch zu Abwärtsrevisionen kommt. Das könnte eine rasche Erholung der Aktie erschweren.

Fazit: Bewertung deutet auf antizyklische Einstiegschance hin

Mit Blick auf die Fundamentaldaten bleibt Adidas ein Kauf. Das Unternehmen wird Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren mindestens im hohen einstelligen Prozentbereich steigern können. Dafür ist ein KGVe 2026 von 14,0 zu niedrig veranschlagt in einer Branche, die starkem Wettbewerb ausgesetzt ist und in der deutlich teurer bewertete Rivalen wie Nike (KGVe 2026: 38,3) agieren.

Einen hohen Gegenwert hat Adidas auf dem aktuellen Bewertungsniveau auch beim Cashflow zu bieten, wo die Rendite bei 8,1 Prozent liegt. Der stark angehobene Dividendenvorschlag von 2,80 Euro je Aktie entspricht außerdem einer Ausschüttungsrendite von 2,1 Prozent, was zwar leicht unter dem Branchendurchschnitt von 2,4 Prozent liegt, angesichts der insgesamt aber günstigeren Kennzahlen in Ordnung geht. Damit bietet die Aktie eine Chance für Value-orientierte Antizykliker.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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