ABO Energy – Wird das noch was? Statusbericht – und wie es dazu kam. Eine Geschichte von …
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ABO Energy Aktie pulverisiert bei 3,24 EUR, Anleihe bei 16,7% – fürwahr ein Unternehmen in der Krise. Heute ein kleiner Hoffnungsschimmer: Weitere Verkäufe plus Ausschreibungserfolge.
Im Mai 2026 bescheinigte ein vorläufiges Sanierungsgutachten dem Konzern Sanierungsfähigkeit, knüpfte diese jedoch an eine tragfähige Vereinbarung mit den Finanzierungspartnern – ein Stillhalteabkommen bis November 2026 gibt jetzt Zeit. Im Zuge der Neuausrichtung verkaufte ABO Energy im August 2026 die polnischen und ungarischen Töchter an die griechische PPC-Gruppe. Das Paket umfasste 38 Mitarbeiter, rund 2 GW Entwicklungspipeline, fünf Solarparks mit zusammen 82 MW sowie einen weiteren Solarpark mit 17 MW im Bau . Vorangegangen waren bereits der Verkauf der griechischen Tochter und der Großteil der finnischen Windpipeline.
Was bringt „Polen“? Vergleich mit früheren Transaktionen…
Die Verkaufspreise sind nicht bekannt. Vielleicht hilft ein Vergleich mit früheren Transaktionen, um es einordnen zu können. Der Verkauf der finnischen Windpipeline mit 4,4 GW an Fortum erzielte 40 Millionen Euro auf Cash-and-Debt-Free-Basis. Das entspricht etwa 9.100 Euro pro Megawatt Entwicklungspipeline . Ein aktueller Vergleichswert für operative polnische Solaranlagen liegt bei rund 2,5 Millionen Zloty (ca. 600.000 EUR) pro Megawatt . Die ABO-Energy-Pipeline wechselte wohl zu einem Bruchteil des Werts, der für fertiggestellte Anlagen erzielt wird. Und auch die fertigen oder im Bau befindlichen Anlagen sollten mit Abschlägen gebucht worden sein. Denn ein Abschlag ist typisch für Projektentwickler unter Restrukturierungsdruck. Pipeline verbraucht Kapital, bis sie ausgereift ist, und lässt sich nicht gegen Finanzierungen belehen. Ein Verkauf unter Zeitdruck führt daher zu niedrigeren Preisen als eine geordnete Veräußerung.
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