- S&P 500 könnte um 30 Prozent fallen.
- Technologiewerte könnten sogar um 40 Prozent verlieren.
- Bauarbeiter könnten etwa 800.000 Arbeitsplätze verlieren.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert Was passiert, wenn der Rausch um künstliche Intelligenz endet? Dario Perkins von TS Lombard hat es durchgerechnet. Laut seiner Szenarioanalyse würde ein Einbruch der Investitionen rund 20 Billionen US-Dollar an US-Börsenwert vernichten. Der S&P 500 fiele um 30 Prozent, Technologiewerte sogar um 40 Prozent. Banken und andere Geldgeber müssten Kreditverluste von 125 bis 190 Milliarden US-Dollar verkraften.
Den größten Schaden sieht Perkins bei den Schwächeren im System. Dazu zählen Cloudanbieter wie CoreWeave, Modellentwickler wie OpenAI und Anthropic sowie Zulieferer. Die Riesen wie Meta, Amazon, Alphabet und Microsoft dürften die Krise dank starker Bilanzen überstehen. Bis Ende 2027 dürfte der Rest der Branche laut TS Lombard mehr als zwei Billionen US-Dollar an Anleihen, Bankkrediten und privaten Darlehen angehäuft haben.
Konjunktur: Rezession, aber nur eine leichte
Trotz der Verluste rechnet Perkins nur mit einem milden Abschwung wie 1990 oder 2001. Das Wirtschaftswachstum fiele um rund zwei Prozentpunkte geringer aus. Etwa 800.000 Bauarbeiter verlören ihren Job. Die Bilanzen der Privatwirtschaft seien aber solide, und die US-amerikanische Notenbank habe viel Spielraum für Zinssenkungen.
Strategie: Streuen statt wetten
Gegen den Boom zu wetten, hält Perkins für gefährlich. "Wir wissen nicht genau, wann dieser Investitionsrausch enden wird", schreibt er. Wer zu früh auf fallende Kurse setze, werde schlechter abschneiden. Er rät zu internationalen Aktien. Die Blase konzentriere sich viel stärker auf die USA als einst die Dotcom-Blase. Staatsanleihen sollten Anleger erst bei ersten Anzeichen von Instabilität kaufen.
Gegenstimmen: Der Zyklus steht erst am Anfang
Andere Profis sehen keinen Crash. Die Schwankungen seien nicht mit dem Ende des Investitionszyklus zu verwechseln, sagt Mark Baribeau von Jennison. Die Nachfrage wachse schneller als das Angebot. Michael Walsh von T. Rowe Price hält einen Einbruch ebenfalls nicht für das Hauptszenario. Die größere Gefahr sei die Inflation durch teure Energie.
Laut FactSet zahlen Anlegerinnen und Anleger für jeden US-Dollar erwarteten Gewinn der Unternehmen im S&P 500 rund 19 US-Dollar. Das entspricht dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Walsh warnt dennoch, die Bewertungen ließen wenig Spielraum für Enttäuschungen.
Fazit
Das Crash-Szenario von TS Lombard ist eine Warnung, keine Prognose. Es zeigt aber, wie stark der US-Markt am Erfolg der künstlichen Intelligenz hängt. Wer sein Depot auf wenige Technologiewerte stützt, trägt ein Klumpenrisiko. Internationale Aktien können laut Perkins einen Absturz abfedern, ohne dass Anleger auf die Chancen des Booms verzichten müssen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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