Seit Ende Juni können Anleger auf Bitcoin.de keine Kryptowährungen mehr handeln und nur noch Auszahlungen vornehmen. Hintergrund ist das laufende MiCA-Lizenzierungsverfahren der futurum bank, die Bitcoin.de betreibt. Weil dieses länger dauert als ursprünglich erwartet, musste der geplante Neustart verschoben werden, obwohl die Krypto-Börse technisch bereits startklar wäre.
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Die Plattform wurde in den vergangenen Monaten vollständig neu entwickelt und soll sich vom bisherigen Peer-to-Peer-Marktplatz zu einem klassischen Krypto-Broker wandeln. Neben Kryptowährungen sollen dafür in Zukunft auch mehr als 100 andere Assets verfügbar sein. Dazu kommen Sparpläne, Krypto-Swaps sowie eine neue Website und Trading-App.
Der Umbau und der bis zum Abschluss des Lizenzierungsverfahrens verschobene Neustart stehen jedoch finanziell unter schwierigen Vorzeichen. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz der Bitcoin Group von 3,78 um fast 60 Prozent auf 1,59 Millionen Euro. Zudem verschlechterte sich das EBITDA von minus einer Million auf minus 3,25 Millionen Euro.
Das Unternehmen kann allerdings auf ein erhebliches finanzielles Polster zurückgreifen und hielt zum Ende des ersten Halbjahres Kryptowährungen im Nettowert von 199 Millionen Euro und kam so auf eine Eigenkapitalquote von 71,8 Prozent. Wann Deutschlands Krypto-Urgestein den Handel wieder eröffnet, entscheidet nun vor allem der regulatorische Zeitplan.
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