Zentralbanken kaufen deutlich mehr Gold - Russland verkauft

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 641
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Nahaufnahme eines großen Goldnuggets
- ©iStock

LONDON (dpa-AFX) - Zentralbanken haben ihre Goldkäufe im zweiten Quartal laut einem Bericht des Interessenverbands World Gold (Goldkurs) Council (WGC) deutlich erhöht. In den drei Monaten bis Ende Juni hätten Notenbanken weltweit rund 289 Tonnen Gold gekauft, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht des Interessenverbands. Die Nachfrage nach Gold durch Zentralbanken hat sich damit wieder deutlich erholt, nachdem sie zu Beginn des Jahres eingebrochen war.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Im ersten Quartal hatten Notenbanken nur Gold in einem Volumen von 57 Tonnen gekauft, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. Zu Beginn des Jahres war der Goldpreis in einem Höhenflug und hatte Ende Januar ein Rekordhoch bei 5.595 US-Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm) erreicht. Seitdem ist die Notierung für das Edelmetall deutlich gefallen und rutschte in den vergangenen Wochen zeitweise unter 4.000 Dollar. Seit Ende Juni hielt sich der Goldpreis in einer vergleichsweise engen Spanne bei der Marke von 4.000 Dollar (Dollarkurs) je Feinunze.

Stärkster Goldkäufer im zweiten Quartal war nach Angaben des WGC die Notenbank von Polen, die ihre Goldreserve um 51 Tonnen auf 632 Tonnen aufgestockt hat. Zudem hat Chinas Zentralbank ihre Reserven um weitere 33 Tonnen auf 2.346 Tonnen erhöht. Beide Notenbanken zählten bereits 2025 zu den großen Goldkäufern am Markt. Dagegen hat sich die russische Notenbank im zweiten Quartal von einem Teil ihrer Goldreserven getrennt. Mit einem Volumen von 22 Tonnen war Russland von April bis Juni der größte Verkäufer von Gold unter den Zentralbanken.

Die deutsche Bundesbank zählt ebenfalls zu den Verkäufern von Gold, heißt es in dem Quartalsbericht des Interessenverbands. Hier habe das Volumen aber nur etwa eine Tonne betragen, die für das Prägen von Goldmünzen verwendet wurde. Wie aus Daten der Bundesbank hervorgeht, hatten die deutschen Goldreserven Ende 2025 ein Volumen von rund 3.350 Tonnen und sind nach den USA die zweitgrößten Goldreserven der Welt.

Wir aus dem Quartalbericht des WGC weiter hervorgeht, lag die globale Nachfrage nach Gold im zweiten Quartal bei 1.269 Tonnen und damit nur geringfügig um ein Prozent höher als in den ersten drei Monaten des Jahres. Den mit Anstand stärksten Anstieg gab es bei den Zentralbanken. Einen deutlichen Rückgang gab es hingegen bei der Nachfrage von Wertpapieren, die mit physischem Gold hinterlegt sind (ETFs)./jkr/jsl/jha/

Werte aus dem Artikel:
Goldpreis 4.374,38 $ +0,61%

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB2J5H8 , DE000NB3V9Q4 , DE000NB7DVE8 , DE000NB5XC42 , DE000NB6DZN2 , DE000NB6SV94 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend