- Goldpreis fiel stark, Anleger sind auf Erholung gespannt.
- Goldman Sachs bleibt bei Kursziel von 4.900 US-Dollar.
- JPMorgan erwartet Verdopplung des Goldpreises in 3 Jahren.
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Nach dem stärksten Tagesverlust seit mehr als zehn Jahren am Dienstag fragen sich Anleger nun, ob Gold (Goldkurs) vor einer Erholung steht. Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) bleibt optimistisch. Die Bank hält an ihrem Kursziel von 4.900 US-Dollar pro Unze bis Ende 2026 fest. Die Goldman-Analysten sehen Aufwärtspotenzial durch starke Nachfrage institutioneller Investoren und Zentralbanken.
"Die jüngsten ETF-Zuflüsse zeigen, dass viele langfristige Kapitalanleger – darunter Staatsfonds, Pensionsfonds und Vermögensverwalter – ihre Goldbestände als strategische Diversifizierung ausbauen wollen", erklärten sie in einer Mitteilung.
Noch bullischer zeigt sich JPMorgan. Das Team erwartet, dass sich der Goldpreis in den kommenden drei Jahren mehr als verdoppeln könnte. Anleger würden Gold zunehmend als Absicherung gegen Aktienrisiken nutzen.
Sie führen den jüngsten Preisrückgang nicht auf Verkäufe von Privatanlegern zurück, sondern auf Rohstoffhändler, die Gewinne bei Gold-Futures mitgenommen haben. Diese seien seit Jahresbeginn um 56 Prozent gestiegen. "Wenn Privatanleger nicht hinter der Korrektur stehen, dann waren ihre ETF-Käufe weniger durch Dynamik, sondern durch strategische Überlegungen motiviert", so die Strategen.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
|
15
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| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
15
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Laut JPMorgan diente Gold in diesem Jahr nicht nur als Absicherung gegen einen schwächeren US-Dollar – der sogenannte "Debasement Trade" – sondern zunehmend als Ersatz für langfristige Anleihen. Privatanleger hätten ihr Engagement in Gold auf 2,6 Prozent ihrer Gesamtbestände ausgeweitet. Würden sie nur einen kleinen Teil ihrer Anleiheinvestitionen umschichten, könnte dieser Anteil auf 4,6 Prozent steigen, was eine Verdopplung des Goldpreises erforderlich machen würde.
Der Auslöser dieses Umdenkens liegt laut JPMorgan auch in der jüngsten US-Handelspolitik. Nach dem sogenannten "Liberation Day", als US-Präsident Donald Trump Zölle ankündigte und kurz darauf wieder zurücknahm, verloren Aktien und langfristige Anleihen gleichzeitig an Wert. Das habe viele Investoren dazu veranlasst, Gold als verlässlichere Absicherung zu betrachten.
Die Strategen erwarten, dass Aktien in den nächsten drei Jahren kräftig steigen und die Allokation auf 54,6 Prozent der globalen Portfolios erhöhen werden – ein Niveau wie zur Dotcom-Blase. Zusammen mit einem erwarteten jährlichen Anstieg von sieben Billionen US-Dollar bei Anleihen und Bargeld würde der Goldpreis um rund 110 Prozent steigen müssen, um den wachsenden Anteil im Portfolio abzubilden.
Damit positionieren sich Goldman Sachs und JPMorgan klar gegen die Skeptiker: Trotz kurzfristiger Turbulenzen könnte das Edelmetall langfristig zum größten Gewinner der Marktrotation werden.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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