Es gibt keine Möglichkeit von einem fallenden Wikifolio als Betreiber zu profitieren. Also hört auf euch sowas zurecht zu legen, nur weil ihr nicht versteht wieso der Kurs fallen konnte.
Für mich ist das ganze ganz einfach zu erklären. Man hat mit der angeblichen Schwarintelligenz über verschiedene Medien gepusht. Das kann man kritisieren, insbesondere wenn man als Geschädigter nachweisen kann, dass es diese Schwarmintelligenz nie gab. Allerdings schon komisch, dass das die Investierten nie gestört hat als es bergauf ging, obwohl es damals auch schon sehr unwahrscheinlich war, wenn man deren Trades beim Anstieg betrachtet hat. Die waren auch sehr risikoreich und aus meiner Sicht sicher nicht auf Schwarmintelligenz zurückzuführen.
Jedenfalls hat wikifolio wenn man so will einen kleinen Systemfehler, den ich nicht problematisch finde, der aber zu solchen Abstürzen führen kann. Der besteht einfach darin, dass man als wikifolioTrader (ist bei Fondsmanagern allerdings ncht ahders) von hohen AUM Zuflüssen nahe der Kurshochs profitiert, insbesondere am Jahresanfang und zur Jahresmitte, weil man nur dann Performecegebühren einstreicht. Wenn man als am Jahresanfang relativ behutsam sein Depot aufbaut, dann Werbung über erschiedene Medien fährt und dann risikoreicher den Kurs (mit etwas Glück) hochschiebt, macht man richtig viel Geld. Sobald man dann aber erste kleine Verluste einfährt, lohnt es sich zum Jahresende hin nicht mehr risikoarm und verantwortungsvoll weiter zu handeln, denn man macht als wikifolioTrader (oder auch als Fondsmanager) nur Geld, wenn man ein neues Jahreshoch erreicht. Deshalb muss man sich dann entscheiden. Entweder man versucht seine Investiren langfristig an sich zu binden und geht keine großen Risiken ein, aber verzichtet dann im verbleibenden Jahr möglicherweise auf neue Hochs und damit auf Geld (wie ich das tue), oder aber man versucht durch viel Risiko doch noch neue Hochs zu generieren und dabei auf kurzfristige Risiken und langfristige Investoren (auf deutsch gesagt) zu scheißen. Genau das haben die Trader oder der Trader von IREX getan, weil sie wussten, dass sie eh kein neues Hoch mehr in diesem Jahr schaffen. Also setzten sie alles auf eine Karte, um die minimale Möglichkeit auf neue Hochs zu erhalten, und wenn es runter geht, ändert das für sie erstmal auf wenig, außer dass sie Investoren verlieren. Und da ist ihr einziger großer Denkfehler. Sie können zwar theoretisch im Januar 2018 wieder von vorne anfangen und Geld scheffeln, aber sie werden dann kaum noch AUM haben, es sei denn sie nehmen ihr eigenes Geld. Und genau das glaube ich auch. Sie werden mit eigenem Geld aus steuerlichen Gründen und wegen der fehlenden gebühren weiter zocken und so doppelt verdienen. Allerdings gehen ihnen die anderen Investoren durch dieses Verhalten verloren.
Fazit: Das ist alles kein Betrug, aber halt sehr fragwürdiges Verhalten dieser IREX Trader. Sie kennen halt die Vorteile des Systems des highwater bei Fonds und wikifolios und nutzen das gnadenlos aus, ohne Rücjsicht auf langfristig orientierte Privatanleger. Deshalb ist ja auch immer mein Hinwies oder Rat bei der Betrachtung von wikifolios, nur in Wikifolios zu investieren, die schon mindestens drei Jahre dabei sind, und deren Trader sich bewährt haben und keine großen Risiken eingehen. In gewisser Weise sind Privatanleger dann aber auch selbst schuld, wenn sie sich von den 2000% Gewinn des IREX haben beeindrucken lassen, jetzt aber stöhnen, wie viel Risiko die doch eingegangen sind. Das Risiko war auch bem Anstieg schon megagroß. Da hat es nur niemand interessiert. Gier frisst Hirn. Was allerdings die IREX Trader und ihre angebliche Schwarmintelligenz (die ich von Anfang an bezweifelt habe) nicht aus der Verantwortung nimmt.
the harder we fight the higher the wall