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NRW: Windenergie-Großprüfstand für Antriebsstränge wieder Thema
25.04.2013, 09:47 Uhr
Düsseldorf - Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen fördert eine Machbarkeitsstudie zum Bau und Betrieb eines Prüfstandes für Antriebsstränge von Windenergieanlagen mit Getriebe im Leistungsbereich von zehn bis 20 Megawatt (MW). Der Prüfstand soll am Forschungszentrum Jülich errichtet werden. Minister Remmel: "Ein Großprüfstand ist notwendig, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen, aber auch der deutschen Windindustrie nachhaltig zu sichern. Das Land hat sich gerade im Bereich der Windenergie zu einer innovativen Industrieregion entwickelt. Hier haben insbesondere weltweit führende Hersteller von Getrieben für Windenergieanlagen ihren Sitz." Überlegungen, einen solchen Prüfstand in NRW zu errichten, existieren schon länger. Bereits in 2008 war ein Kompetenzzentrum Windkrafttechnik gegründet worden, welches u.a. die Errichtung eines Großprüfstandes für den Antriebsstrang von Windenergieanalgen zum Ziel hatte. Inzwischen hat sich auch die RWTH Aachen entschlossen, am Center for Wind Power Drives (CWD) die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zum Thema Antriebstechnik von Windenergieanlagen zu bündeln und bis Sommer 2014 ein neues CWD-Gebäude sowie einen vier MW Systemprüfstand für Windenergieanlagen zu errichten. Der Forschungsbau ist Ende 2011 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern bewilligt worden. Die Kosten des Gebäudes - inklusive eines neuen Prüfstandes - wurden mit 25,3 Millionen Euro beziffert.