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Machnig sieht Windenergie weit unter den Möglichkeiten
Volkhard Paczulla / 09.12.11 / OTZ
Der Erste Thüringer Windbranchentag in Weimar mit 160 Teilnehmern drängte auf den Ausbau der effizientesten Art grüner Energiegewinnung. Thüringens Wirtschaftsminister Mathhias Machnig (SPD) will dem Modell "Bürgerwindpark" Luft machen.
Weimar. Freunde der Windenergie beherrschen vor allem eines: fixes Rechnen. Man könne 98 Prozent der Thüringer Landesfläche von Windkraftanlagen verschont lassen, hieß es am Donnerstag beim ersten Thüringer Windbranchentag in Weimar. Auf den verbleibenden zwei Prozent Fläche ließe sich eine installierte Leistung von rund 7000 Megawatt unterbringen. Diese Anlagen würden mehr Strom erzeugen, als der Freistaat heute verbraucht.
Zum Vergleich: Derzeit sind 0,23 Prozent der Landesfläche als Windvorranggebiete ausgewiesen. Die installierte Windstromleistung betrug Ende des Vorjahres 754 Megawatt, verteilt auf 581 Leierspargel. 18 sind dieses Jahr dazugekommen. "Da müssen wir deutlich schneller werden", sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) vor gut 160 Teilnehmern des Windbranchentages.
Die hörbare Erkältung des Ministers bremste seine übliche Ungeduld keineswegs. Niemand könne es sich mehr leisten, die beschlossene Energiewende zu blockieren, sagte Machnig, "nicht mal mein Koalitionspartner". Zwar gehe man in Thüringen nicht den Weg, Mindestflächen für Strom aus Windkraft vorzuschreiben. Die vier Planungsregionen bekämen lediglich Zielgrößen der Erzeugung erneuerbarer Energien. Aber, so der Wirtschaftsminister, wer dabei auf ideologisches Herangehen verzichte, werde leicht erkennen, dass Windenergie die höchsten Ausbaupotenziale hat.