Im Windschatten des Dirigenten
Enoch zu Guttenberg verlässt den BUND - aus Protest gegen dessen Energiepolitik, untermalt mit Haydns 'Jahreszeiten'
Kulmbach - Die Energiewende ist beschlossene Sache, wer aber sehen will, mit welcher Vehemenz der Streit um die Windkraft inzwischen ausgebrochen ist, der konnte das am Samstag vor der Kulmbacher Stadthalle beobachten. In der Halle wird Enoch zu Guttenberg gleich Haydns Oratorium 'Die Jahreszeiten' dirigieren und dabei zwischen den Chorsätzen 'Ehre, Lob und Preis sei Dir' und 'Sie steigt herauf, die Sonne' seinen Austritt aus dem BUND, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, verkünden - aus jenem Verband also, den er 1975 mitgegründet hatte. Vor der Halle wirkt es so, als sei ein weltanschaulicher Kampf darüber ausgebrochen, wer sich künftig noch Naturschützer nennen darf: nur die glühenden Befürworter der Windkraft - oder nur deren Skeptiker.
Die Befürworter greifen an diesem Nachmittag vor allem jenen Mann an, den sie als Galionsfigur der Skeptiker ausgemacht zu haben glauben: den Dirigenten Guttenberg. 'Auch ein Baron kann irren', steht auf einem der freundlicheren Plakate, ein anderes kündigt das Oratorium in der Stadthalle mit sarkastischem Zungenschlag an: 'Heute großes Konzert gegen die Energiewende!'
www.sueddeutsche.de/r5g38n/624156/...atten-des-Dirigenten.html
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