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Nordex: Irrationaler Überschwang
Veröffentlicht am 29.10.2013
Keine Frage, alles deutet darauf hin, dass Nordex den Dreh gefunden hat, um nachhaltig zu wachsen und dabei attraktive Margen zu erwirtschaften. Nur der Preis, der dafür mittlerweile an der Börse bezahlt werden muss, ist einfach zu hoch. Auch der Chart sendet jetzt erstmals seit Monaten Alarmsignale.
Eine Fokussierung auf die Kernregionen und auf den Onshoremarkt hat bei Nordex nicht nur den Auftragseingang belebt, sondern auch einen deutlichen Margenanstieg ermöglicht. Für das laufende Jahr erwartet das Management mittlerweile eine operative Rendite von 2,5 bis 3,5 Prozent, nachdem 2012 noch defizitär abgeschlossen wurde. Die Anleger entlohnen das mit einem KGV von 83 für 2013 und 42 für 2014.
Dabei dürften sie vor Augen haben, was möglich wäre, wenn der Trend so weiter läuft. Dafür lohnt sich ein Vergleich mit den Resultaten von Vestas, als bei den Dänen noch alles rund lief - nämlich 2009. Damals erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 6,6 Mrd. Euro eine EBIT-Marge von 12,9 Prozent und eine Nettomarge von 8,7 Prozent (allerdings bei einer sehr geringen Verschuldung).
Nehmen wir einmal an, Nordex schafft bis 2015 eine Verbesserung auf eine ähnliche operative Rendite, bei einem unterstellten Umsatz von 1,5 Mrd. Euro. Dann würde dabei bestenfalls ein Nettoergebnis von 120 Mio. Euro rausspringen (für 2014 prognostizieren Analysten im Schnitt hingegen noch 24,5 Mio. Euro).