...Einen Trend, der sich zunehmend durchzusetzten scheint, findet man aber abseits der riesigen Messestände von Solar- und Modulriesen wie LG oder Schüco. Kleine Solaranlagen, die man sich auf den Balkon oder in den Garten stellen kann und leicht zu installieren sind, werden immer beliebter. “Wir haben in diesem Bereich eine Nachfragesteigerung von mehr als 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr”, freut sich Heiner Gärtner, Geschäftsführer von Minijoule.
Er bietet mit seinem Unternehmen eine besonders unkomplizierte Variante der Do-It-Yourself Solaranlage an. Das System besteht aus einem Solarpanel, einem Wechselrichter und einem einfachen Stecker für die Steckdose. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom, den das Solarpanel erzeugt, in haushaltsüblichen Wechselstrom um und gibt diesen an das Hausnetz durch die Steckdose weiter. Mit diesem System lässt sich dann die Grundlast im Hausnetz verkleinern, sodass beispielsweise der Kühlschrank teilweise durch Strom aus dem eigenen Solarpanel läuft.
Die Systeme basieren also nicht auf dem üblichen Konzept, den Solaranstrom ins öffentliche Netz einzuspeisen und dafür eine Vergütung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz zu erhalten, sondern dienen dazu, einen Teil des häuslichen Stromverbrauchs direkt durch das eigenen Solarkraftwerk auf dem Balkon abzudecken.
Die Module sind verhältnismäßig günstig und einfach zu installieren. So kostet die Variante mit der kleinsten Leistung bei Minijoule rund 450 Euro, Konkurrent Sun Invention verlangt für die günstigste Variante rund 500 Euro.
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