..keinen Denkfehler, aber so wie das Filet (Yahoo!) gerade auf dem Teller liegt, so ganz ohne (unnötiges) Fett, idealer Konsistenz sowie perfekt mariniert und zubereitet - und das zu einem Preis, der selbst mit einem 40%igen Aufschlag auf den aktuellen Kurs noch preiswert scheint, ist das für mich eine fast schon zu perfekte Konstellation, als das es Zufall sein könnte!
Natürlich könnten "die Amerikaner" ein Problem sein, wenn Du damit die Politiker meinst. Für die Kapitalisten ist ein Verkauf sicherlich der bessere Zug, denn man würde Yahoo! mit reichlich Gewinn verkaufen und wenn man sich kein mächtiges Alibaba und Yahoo! auf dem Heimatmarkt wünscht, dann kann man auch anschließend (mit jeder Menge Geld in der Hosentasche) etwas dagegen unternehmen.
Was die Holding-Chinesen angeht, so gehe ich zum einen davon aus, dass sie in der Alibaba-Hierarchie nur die 2. Geige (hinter Softbank) spielen und mit Softbank ohnehin unter einer Decke stecken, sonst hätte Masa Son niemals so weit kommen können.
Was ich aber komplett verneinen würde ist, dass Yahoo! aktuell "teuer" sein könnte. Ich denke, dass wenn Alibaba und Yahoo! Japan ihr Potenzial voll entfalten werden, dieser Laden für SoftBank (und die Holding-Chinesen) unerschwinglich teuer werden wird.
Die Amerikaner sind somit die einzigen, die jetzt den Deal noch lassen könnten und damit auch eine besondere Entscheidung treffen: Entweder sie akzeptieren ein starkes asiatisches Konsortium auf ihrem Gebiet, kassieren die Steuern und geben den amerikanischen Kapitalisten damit auch die Möglichkeit, an der Wertschöpfung Alibabas in Asien mitzuverdienen, oder aber sie stellen sich gegen diesen Deal und teilen damit diese Welt ein Stückweit mehr in Ost und West. Ich persönlich denke, dass der Westen ohne eine Beteiligung an der Wertschöpfung des aufstrebenden Ostens über kurz oder lang auf der Strecke bleiben wird, aber der Amerikaner hat in der Vergangenheit nicht immer intelligente Entscheidungen getroffen, somit bleibt in jedem Fall ein gewisses Restrisiko vorhanden!
Mein Tipp: Die Amerikaner kassieren jetzt erst einmal die Kohle aus Asien und werden sich gleichzeitig darum kümmern, dass Amazon und Ebay auf "ihren" Märkten weitermachen können und andere Tech-Riesen wie Microsoft, IBM, Oracle & Co. einen etwas leichteren Zugang auf den chinesischen Markt erhalten, um weiter wachsen zu können. Außerdem möchte HP demnächst seine PC-Sparte an Lenovo verkaufen, also eine Hand wäscht die andere...