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Ohne Masa Son wäre Alibaba heute nicht da, wo es ist. Natürlich bleibt es wichtig, dass Alibaba in China weiter seine Steuern zahlt. Wenn ein Teil der Gewinne nach Japan fließt, dann wird man das verschmerzen können. Alibaba ist "nur" ein Motor, der Chinas Wirtschaft am Laufen hält. Die Handelsgeschäfte, die über Alibaba abgewickelt werden, belaufen sich heute schon auf über $1 Bio., vor allem innerhalb Chinas.
Es sind auch vor allem japanische Banken, die Masa Son das Geld für seine Investitionen geliehen haben. Die Zeiten des Boxeraufstandes sind vorbei: Zwischen China und Japan herrscht aktuell ein sehr gutes Klima und da sind gute Geschäftsbeziehungen und -verflechtungen sicherlich gerne gesehen, denn das verbindet...
...und mit Jack Ma und Joseph Tsai hat man ja auch seine chinesischen Gallionsfiguren an vorderster Linie!
...aber auch etwas beunruhigend, wenn er schreibt, dass Nikesh wohl erst einmal 100 Tage brauchen wird, um sich bei SoftBank umzuschauen. Später wird das relativiert, weil Yahoo! angeblich zu sehr unter Druck (der Aktionäre) steht, und nun eine Vision für die Zukunft liefern muss. Wie lange können sie das (aktuelle) Spiel wohl noch treiben, ohne dass sich die Situation auch in den Aktienkursen widerspiegelt?
Letztlich wäre es mir egal, auf welche Art und Weise ein Yahoo!-Kurs in die Höhe schießt, aber momentan werden alle (unwissenden) Beteiligten ein wenig auf die Folter gespannt und man muss eben schauen, dass man nervenstark bleibt und für sich auch die richtigen Entscheidungen trifft. Mir persönlich beispielsweise würde eine kontroverse Einschätzung der Situation ein wenig weiterhelfen. Eine, die absolut plausibel erscheint, und Yahoo! am Ende des Jahres bei $30 pro Aktie sieht. Mir fällt da zwar spontan die eine oder andere Möglichkeit ein, aber das könnte ich nur mit der unfassbaren Dummheit gleich mehrerer Altaktionäre oder einem Börsencrash begründen. Beides ist natürlich möglich, aber ist es auch wahrscheinlich? Nun ja, Zweifel sind ebenso angebracht wie Vorsicht, aber die Zeichen der Zeit malen momentan (noch) ein eher positives Szenario...
Schönen Sonntag noch!
...wie festgenagelt. Ich glaube nicht, dass die Berichtssaison daran etwas ändern wird, genauso wie das Up & Down der letzten beiden Wochen. Eigentlich ein optimales Umfeld für Trader, die sich fast schon sicher sein können, dass der Kurs (in einer engen Spanne) wieder dreht, solange eine Übernahme-Nachricht ausbleibt.
Ähnlich wie in einem kürzlich hier geposteten Artikel festgestellt, in dem es hieß, dass Alibaba kaum geshortet wird, muss dieses für Yahoo! ja auch irgendwie gelten. Trotzdem könnte es sein, das die "IPO-Shortys" (falls es überhaupt noch welche gibt) sich spätestens ab $42 wieder eindecken müssen. Diese Range ($42-$44) wird Maso Son für eigene Zukäufe sicherlich noch einmal ausnutzen wollen. In der Woche nach dem IPO hatte ich auf schon an einen bevorstehenden Short Squeeze geglaubt, aber ich denke, dass nach so vielen Tagen (und diesen Umsätzen) der Kaufdruck dieser Shortys bereits vollständig abgebaut wurde.
Egal wie, die Spannung steigt in jedem Fall weiter...
...packen die Amerikaner erneut die "anti-chinesische" Keule aus und scheuen sich nicht, in diesem Zusammenhang auf eines ihrer wenigen Vorzeigeobjekte loszugehen:
http://www.forbes.com/sites/eamonnfingleton/2014/...?partner=yahootix
Programmdirektor für die Wiederbelebung des kollektiven Verfolgungswahns ist Eamonn Fingelton, der auch für den Forbes-Artikel "Say 'No' To Jack Ma's Alibubble"...
http://www.forbes.com/sites/eamonnfingleton/2014/...ck-mas-alibubble/
...verantwortlich zeichnet.
Ich würde ja jetzt gerne noch das eine oder andere (politische) Statement abgeben, aber in Deutschland muss man bei bestimmten Themen einfach das Maul halten, um nicht eingebuchtet zu werden. Vielleicht nur soviel: Es kann in den USA vermutlich auch nicht jeder auf eine jüdische Hochschule gehen...
...dann gibt es schon bald einen riesigen Markt weniger, auf dem man das iPhone 6 Plus verkaufen kann! Die Amerikaner wären einfach nur doof, wenn Sie diese Chance nicht begreifen und meinen, sich einseitig positionieren zu können. Die Chinesen haben in den letzten 20 Jahren bewiesen, dass Sie auch ohne die Amerikaner ein beträchtliches (und nachhaltiges) Wirtschaftswachstum hinlegen können.
Allein die Größe des chinesischen Binnenmarktes ist ein Totschlagargument, und den gilt es für US-amerikanische Unternehmen jetzt nach und nach zu erobern, um hier noch ein Wörtchen mitreden zu können. Bei den Automobilen haben die Amerikaner den Einstieg deutlich verpennt, Energie ist für die Chinesen kein Thema (weil u.a. Russland liefert), also sollten die Amerikaner schauen, jetzt wenigstens noch da und dort einen Fuß in Tür zu bekommen, wo es eben noch möglich ist.
Mit einer "China-Verhinderungspolitik" werden sie sich garantiert nur ins eigene Fleisch schneiden und irgendwann bettelnd vor den Toren Pekings stehen, um noch einen Brotkrumen für sich zu ergattern. Traurig genug, dass man solche öffentlichen Diffarmierungen eines so bedeutenden Handelspartners wie die von Eamonn Fingelton überhaupt zulässt. Kurzsichtigkeit ist ganz offensichtlich auch eine Frage des Alters...
...habe ich hier schon einmal kurz vorgestellt. Da ist z.B. eine BlackRock oder eine Vanguard dabei. Die beiden alleine kontrollieren meines Wissens Einlagen in Höhe von ca. $6 Bio.! Wenn Chinesen, Japaner oder Deutsche (wie Du einer bist) eines dieser Unternehmen zu f.... versuchen, dann kannst Du gar nicht so schnell schauen, wie im Südchinesischen Meer der Punk abgeht!
Also, Bälle flachhalten, auf die Vernunft der Beteiligten Firmen hoffen und auf eine gute Kooperation, in der jeder seinen Schnitt macht! Der Kuchen ist groß genug, dass alle davon satt werden können. Alibaba, Apple, Tesla oder Softbank sind Spielfiguren, die mit vorsichtigen Schritten eine internationale Annäherung dieser Volkswirtschaften ausloten, gegenseitiges Vertrauen schaffen und hoffentlich zu einer friedlichen globalen Koexistenz beitragen. Niemand packt hier die Keule aus und versucht, den anderen über den Tisch zu ziehen. Es steht einfach zu viel auf dem Spiel...
...der aktuelle Stand der Dinge:
http://www.mercurynews.com/business/ci_26667874/...es-critical-moment
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Marissa Mayer auf dem Chefsessel verbleibt, wenn sie am 21.10.2014 keine besonders kurstreibende Neuigkeit vermeldet - aber selbst wenn sie ein "Wunderbonbon" für die Aktionäre bereithält, stehen die Zeichen doch eher auf Abschied, weil in der Vergangenheit einfach zu wenig Performance erzielt wurde. Ihr Ruf wird aktuell (und völlig zurecht) ganz schön ramponiert, was wohl nicht ohne Konsequezen bleiben wird. Ihr "Schmerzensgeld" wird dafür aber entsprechend fürstlich ausfallen...
Bis allerspätestens 21.10. wissen wir wohl ganz genau, welche "Spielchen" seit dem Alibaba-IPO gespielt wurden. Es würde mich sogar wundern, wenn Marissa Meyer diese Veranstaltung leiten würde. Ich tippe da eher auf den CFO Ken Goldman oder einen (neuen) Interim-CEO unter Nikesh Arora. Das ist zwar zum einen extrem spekulativ, aber für mich trotzdem der einzig gangbare Weg in dieser aktuellen medialen Gemengelage, um Marissa Meyer nicht vollständig zu demontieren...
...war (gegen 16:30 Uhr) kurzfristig schon enorm hoch! Auch hat es vermehrt Käufe gegeben, als der Wert wieder auf knapp über $41 hing. Offenbar wird der Kurs nach unten hin abgesichert. Könnte heute der "Merger Monday" für Yahoo! endlich gekommen sein? Wenn ja, dann erfahren wir es wohl gegen 20:00 Uhr. Das Marktumfeld scheint aber wieder nicht mitzuspielen, deshalb sollte man die Kirschen wohl nicht zu hoch hängen. :-(
Noch ein Hinweis: Die Short-Ratio lag am 15.09. (vor dem Alibaba-IPO) bei 1,5. Das entsprach damals 28,35 Mio. Aktien. Sollte es in den vergangenen 10 Handelstagen tatsächlich zu großen Aufkäufen gekommen sein, die Shortys ihre Positionen noch nicht glattgestellt haben und heute Abend eine Bombe platzen, dann hätten wir einen vergleichbaren Fall wie im Oktober 2008 bei VW, also die Chance auf außerordentlich hohe Kursgewinne...
...und irgendwann müssen ja auch die neuen (größeren) Beteiligungen veröffentlicht werden: Heute sind es genau 10 Handelstage nach dem Alibaba-IPO!
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