Wochenausblick: Unternehmensdaten ohne Ende


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Nassie:

Wochenausblick: Unternehmensdaten ohne Ende

 
13.07.03 12:20
WOCHENAUSBLICK: Börsianer sehen Zahlenreigen kritisch entgegen
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Investmentexperten sehen einer mit Unternehmensdaten gespickten Börsenwoche kritisch entgegen. Neben dem deutschen Softwarekonzern SAP (SAP) werden auch US-Schwergewichte wie der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup (TRV) Zahlen vorlegen. Mit Skepsis erwarten Börsianer vor allem die Ausblicke der Konzerne.
 
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"Zwar versprechen sich die Anleger von der beginnenden Berichtssaison positive Impulse", berichteten die Analysten der Bankgesellschaft Berlin. Allerdings könne die gute Stimmung in den kommenden Tagen kippen, sofern die Unternehmen lediglich die Prognosen erfüllen sollten: "Der Aktienmarkt ist aus technischer Sicht überverkauft und dürfte damit für enttäuschende Nachrichten anfälliger sein."
Auch die Experten der DZ-Bank äußerten sich kritisch: Die Abkühlung an den Börsen dürfte sich ihrer Ansicht nach zunächst fortsetzen. Für die Berichtssaison rechnen sie nicht mit spektakulären Überraschungen: "Die S&P- 500-Unternehmen dürften ihre Gewinne um fünf bis sechs Prozent steigern, womit sie weiter im Plan lägen", hieß es bei den Experten. "In Deutschland erwarten wir einen Gewinnanstieg von acht bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr." Die Experten raten Anlegern zur Vorsicht und - vor allem nach Kursrückschlägen - nur selektiv zu investieren.

Folgende wichtige Unternehmen legen Zahlen vor (Auswahl): Am Montag (14.) berichten in den USA die Bank of America (NCB) und die Citigroup über das zweite Quartal. TELES (TLI), Philips (PHI1) und Motorola (MTL) berichten am Tag drauf (15.). Zur Wochenmitte (16.) geben Advanced Micro Devices (AMD) (AMD), Apple (APC), IBM (IBM) und Kraft (KTF) Zahlen heraus. SAP legt am Donnerstag (17.) Daten vor, wie auch Nokia (NOA3) und Microsoft (MSF). Ericsson (ERCB) berichtet am Freitag (18).

Zu den wichtigsten Konjunkturdaten der Woche gehören die Verbraucherpreise (Dienstag) und die Industrieproduktion in den USA (Mittwoch) sowie die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland (Dienstag)./mw/zb/mnr

--- Von Madeleine Winkler, dpa-AFX ---


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Nassie:

Quo vadis Märkte

 
13.07.03 12:23
Quo vadis, Konjunktur und Märkte im Juli 2003 ?
Thomas A. Spörer, Freier Autor

Heute mit einer kleinen Untersuchung zu DAX und Auftrags-Eingängen.

Der Juli-KID bietet leider weiter das schon vom Juni gewohnte Bild einer langweiligen Seitwärts-Bewegung. Aktuell sind die Schwankungen noch geringer als in den letzten Monaten. Interessant ist jedoch die momentane Bewegung der Vorlaufkomponenten, die alle für die Zukunft eine Aufwärtsbewegung signalisieren. Richtung 4. Quartal und 2004 kündigt sich damit zwar noch nicht unbedingt gleich ein "richtiger Aufschwung", zumindest aber eine positivere Tendenz für die deutsche Konjunktur an. Im Gegensatz dazu fällt aber der "harte" KID momentan noch stärker als zuvor. Hieraus läßt sich zusammengenommen ablesen, daß momentan die Stimmung wieder deutlich besser ist als die tatsächliche Lage. Man erwartet allgemein eine konjunkturelle Verbesserung und hofft auf 2004, was sich auch an Aktien- und Rentenmärkten widerspiegelt.

Der DAX hat sich wacker noch ein Stück weiter aufwärts getraut, nähert sich aber nur sehr vorsichtig und unsicher dem Bereich von 3400-3500. Immerhin hat der intakte Aufwärtstrend bisher schon über 50 % in gut 4 Monaten hinter sich gebracht. Die Grundstimmung ist dabei noch immer positiv optimistisch, man hofft aber dringend auf das endgültige Signal zum Aufschwung. Genau hier liegt das momentane Problem. Viele Unternehmen haben durch Einsparungen, Schuldenabbau und Restrukturierung die Ertragslage verbessert. Dies ist mit einer sinnvollen Konsolidierung vergleichbar, man hat auf die Situation konstruktiv reagiert und ist damit inzwischen wieder mehr oder weniger gut stabilisiert und vorbereitet auf die Zukunft. Doch der entscheidende Impuls MUSS jetzt bald kommen, sonst werden alle diese Bemühungen keine Früchte tragen.

Die Situation ist vergleichbar mit der eines Einzelhändlers: Er hat die Gewerbemiete heruntergehandelt, Bankverbindlichkeiten getilgt, Personal reduziert, die laufenden Kosten deutlich gemindert und eine kleinere, der Situation angepaßte Kollektion zum Verkauf bereitgelegt. Aber nun MÜSSEN die Kunden tatsächlich auch wieder kommen und kaufen - sonst war das alles vergeblich. In dieser Situation befindet sich die Wirtschaft zur Zeit, und der DAX damit prinzipiell ebenfalls. Ein Problem entstünde dann, wenn der allseits erwartete Aufschwung noch länger auf sich warten läßt.

Dazu kommt jedoch noch ein Problem, siehe Chart 2. Er zeigt den DAX mit Monats-Hoch-Tief sowie ein leicht geglättetes Jahresmomentum des deutschen Auftrags-Eingangs. Tendenziell besteht langfristig eine sehr hohe Korrelation zwischen DAX und dem Auftrags-Eingang. Der logische Sinn ergibt sich fast zwingend aus dem ganz eindeutigen Zusammenhang: höherer Auftrags-Eingang führt i.d.R. zu steigender Produktion und in der Folge auch zu steigenden Erträgen der Unternehmen, die wiederum die Substanz für höhere Aktienkurse liefern. Seit Ende 2001 ist dieser Zusammenhang jedoch zyklisch ziemlich sichtbar "aus dem Tritt gekommen". Den positiven Trend im deutschen Auftragseingang im Jahr 2002, begleitet von katastrophaler Stimmung, quittierte der DAX mit dem negativen Absinken von 5000 bis weit unter 3000 Punkte.

Inzwischen hat der Trend im deutschen Auftrags-Eingang wieder sehr deutlich den Rückwärtsgang eingelegt, zuletzt verschärft durch den starken Einbruch der Auslands-Aufträge. Parallel dazu hat jedoch die 50-prozentige DAX-Rally wieder gute Stimmung und neue Hoffnungen geweckt. Die Wirtschaft hat sich, wie beschrieben, stabilisiert und erfreulich besser positioniert. Was aber fehlt, sind neue Aufträge !

Über der Webseite zu den "Manufactoring New Orders" (US-Auftragseingang) steht der geniale Slogan "It all starts here!". Sehr frei übersetzt: Nur aus neuen Aufträgen entstehen Produktion und Gewinne und damit auch Wirtschafts-Wachstum in der Zukunft.
Und ohne ist eben "alles nix", oder deutlich: Ohne baldige erneute Trendwende beim deutschen Auftragseingang wird es mit dem ganzen Aufschwung noch nix werden - und die derzeitigen Aktienkurse wären nur eine emotionale und technische Reaktion auf die vorausgegangenen hohen Verluste, der bei weiter sinkendem Auftrags-Eingang sicher früher oder später richtig "die Puste ausgehen" wird. Man sollte also in nächster Zeit genau beobachten, wie die widersinnige "anti-zyklische" Pendelei von Stimmung, Aktienkursen und Auftrags-Eingang sich weiter entwickelt.

Setzt sich der Negativ-Trend beim Auftragseingang fort, dürfte ein Ausbruch über 3500 eigentlich nicht mehr stattfinden - oder es begänne eine neue ungesunde Übertreibung. Technisch hat der DAX sich natürlich deutlich stabilisiert, die 200-Tage-Linie zeigt wieder aufwärts. Zusammen mit der bald von unten schneidenden 100-Tage-Linie bildet sich eine stabile Unterstützung bei knapp 3000. Da bislang noch kein Pullback stattgefunden hat, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, daß es eine Korrektur mindestens bis hier geben wird.

Und falls der Auftrags-Eingang in Deutschland nicht schnell wieder "auf die Füße" kommt, sehen wir sehr wahrscheinlich auch noch einmal die 2 beim DAX-Stand vorn. Der Markt hat inzwischen einiges vorweggenommen, sehr fraglich ob sich auf dieser Basis noch eine längere Durststrecke über 3000 aussitzen läßt. Es könnte sich also die bereits schon einmal erwähnte "ganz große" inverse Kopf-Schulter-Formation (mit möglichem Rückgang bis 2500-2600, Kopf 2200 und Nackenlinie ca. 3500, siehe Chart) herausbilden, bevor der bislang ausschließlich in den KID-Vorlauf-Komponenten sichtbare "sehr verspätete Aufschwung" hoffentlich mehr oder weniger kräftig entwickelt und den Märkten damit langfristig neue Möglichkeiten eröffnet.

Der Bund-Future hat den im letzten Monat befürchteten Absturz fast schneller als erwartet absolviert. Die etwas enttäuschend ausgefallenen Wirtschaftsdaten der letzten Tage führten genauso schnell wieder zu einer Konsolidierung. Die weitere Entwicklung ist zunächst abzuwarten, noch mehr schwächere Konjunkturdaten könnten aber eine neue Aufwärtsbewegung bei den Renten auslösen. DAX und Bunds sind beide der Wirklichkeit eindeutig ein großes Stück vorausgeeilt.

Beim Euro-Dollar hat die erwartete Abwärtsbewegung ebenfalls stattgefunden, fiel jedoch im ersten Anlauf noch nicht sehr stark aus. Der mittelfristige Trend parallel zur 200-Tage-Linie ist bislang noch ganz unberührt geblieben. Sodaß zunächst mit Turbulenzen gerechnet werden muss, bevor sich die Euro-Trendwende nach unten weiter fortsetzen kann, falls die besagte Trendlinie durchbrochen wird. Ein schwächerer Euro wäre tendenziell positiv für die deutschen Export-Chancen und damit auch für die Auslandsaufträge der deutsche Wirtschaft. Aber das kann sich alles leider noch unangenehm lang hinziehen ...

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Nassie:

Verbraucher in der Schlüsselposition

 
13.07.03 12:36
Konjunktur und Finanzmärkte stehen vor einer Woche der Entscheidung. Und Alan Greenspan könnte als ihr Prophet die Zeitenwende verkünden
Frankfurt  -  Wirtschaft besteht zur Hälfte aus Psychologie. Diese klassische These könnte in der kommenden Woche lehrbuchartig bestätigt werden. Denn wie unter einem Brennglas komprimiert stehen Ereignisse an, die in ihrer Bündelung den entscheidenden Anstoß für einen nachhaltigen Aufschwung geben könnten.


Seit rund drei Monaten steigen die Kurse an den Börsen. Auch in der vergangenen Woche wurde dieser Trend nicht gebrochen. Das gefällt den Investoren und hellt ihre Laune auf. Die vielen Privatanleger, die gleichzeitig auch Konsumenten sind, entspannen sich und blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Als Folge davon dürfte der Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan, der am Freitag veröffentlicht wird, nach Meinung der meisten Analysten deutlich steigen.


Wer mehr Vertrauen in die Zukunft hat, kauft wiederum auch mehr ein. Folglich dürfte also auch der Umsatz des Einzelhandels in den USA im Juni gestiegen sein. Am Dienstag werden hierzu genaue Zahlen erwartet. Diese Zahlen sind deshalb so wichtig, weil der private Verbrauch in den USA rund 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) trägt. Günstig für die Verbraucher wirkte auch die jüngste Zinssenkung durch die Fed. Denn ihre Verschuldung liegt mittlerweile bei rund 80 Prozent des BIP. Durch niedrigere Zinsen drückt der Schuldendienst weniger auf die Taschen und es bleibt mehr Geld für neue Anschaffungen übrig.


Wenn mehr gekauft wird, die Nachfrage also steigt, ziehen auch die Preise wieder an. Kein Wunder also, dass die Experten auch bei den Verbraucherpreisen in den USA, die am Mittwoch veröffentlicht werden, wieder ein klares Plus erwarten. Die Analysten der Deutschen Bank rechnen mit einem Anstieg um ,2 Prozent, nachdem der letzte Wert der Veränderung exakt bei , Prozent gelegen hatte. Das wiederum würde bedeuten, dass das Deflationsgespenst vorerst vertrieben ist - und könnte die Aktienmärkte beflügeln.


Passend dazu beginnt in den USA nun auch die Berichtssaison. Große Unternehmen, wie IBM, Microsoft, Coca-Cola, Nokia oder SAP, präsentieren ihre Ergebnisse des zweiten Quartals. Auch hier dürften allenfalls freudige Überraschungen zu Tage treten. Die Analysten der DZ-Bank rechnen bei den Unternehmen des marktbreiten amerikanischen Index S&P 500 immerhin mit einem Gewinnanstieg um fünf bis sechs Prozent. In Deutschland könnte das Gewinnplus gegenüber dem Vorjahr sogar acht bis zehn Prozent betragen.


Auch sonst könnten aus Deutschland und Europa endlich einmal wieder vermehrt positive Signale kommen. Die Konjunkturerwartungen für Juli, die das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag veröffentlicht (ZEW-Index), dürften deutlich nach oben zeigen. "Wir glauben, dass die Aussicht auf vorgezogene Steuersenkungen und das Ende der Metallerstreiks in Ostdeutschland dem Geschäftsklima im Juli Auftrieb gegeben haben", so Anna Maria Grimaldi von der Investmentbank Morgan Stanley. Sie erwartet daher einen Anstieg des Index um fast zehn Zähler auf 30 Punkte.


Dem Ganzen die Krone aufsetzen könnte jedoch Alan Greenspan. Am Dienstag, 10 Uhr Ortszeit, 16 Uhr in Deutschland, wird der Chef der amerikanischen Notenbank vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses seinen Halbjahresausblick zur Geldpolitik und zur wirtschaftlichen Lage präsentieren. Anschließend wird er auf Fragen der Abgeordneten antworten. Er wird dabei sicher wieder auf das Thema Deflation eingehen, das ihn zuletzt zu einer erneuten Zinssenkung veranlasst hatte. Möglicherweise wird nun auch er, im Schlepptau der guten Daten, Entwarnung geben - und damit endgültig das Ende der Baisse verkünden. Die bereits mit einer guten Portion Optimismus ausgestatteten Börsianer könnten das dann mit einem Kursfeuerwerk feiern. Dies wiederum dürfte das Vertrauen von Anlegern und Verbrauchern stärken, die dann wieder mehr kaufen, und so weiter - siehe oben. Am Ende würde dann wieder einmal Greenspan als derjenige dastehen, der die Welt aus der Tristesse des Abschwungs befreit und sie einem neuen nachhaltigen Aufschwung entgegen geführt hat. Wenn, ja wenn alles so abläuft wie im Lehrbuch.  fhs




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Nassie:

20-30% Rückschlagspotential

 
13.07.03 15:37
Die Softwareschmiede SAP legt kommende Woche als erster Dax-Konzern die Zahlen für das zweite Quartal vor. Auch Zahlreiche US-Unternehmen ziehen Halbzeitbilanz. Die Analysten erwarten zwar anständige Zahlen, erahnen für die Ausblicke aber nichts Gutes.

Hamburg/Frankfurt - Auch wenn Bundeskanzler Gerhard Schröder offenbar lieber Politik - man kann ja nie zu spät damit anfangen - als Urlaub macht, drückt die Ferienzeit deutlich auf die Nachrichtendichte. Da kommt es doch sehr gelegen, dass die Quartalssaison sich davon nicht aufhalten lässt.


Skeptische Experten: Die Erholung an den Börsen könnte einen Dämpfer erhalten


Vor allem die US-Konzerne präsentieren in der kommenden Woche in geballter Dichte ihre Zahlen. Den Anfang machen am Montag die Bank of America  und die Citigroup . Am Dienstag folgen Merrill Lynch , Intel  und Motorola , am Mittwoch Ford , J.P. Morgan Chase , Apple  und AMD  und am Donnerstag GM , Coca-Cola  und Microsoft .

Von den europäischen Blue Chips legen ebenfalls am Donnerstag SAP  und Nokia  ihre Zahlen für das zweite Quartal vor, bevor Ericsson  am Freitag den Zahlenreigen vorerst beschließt.

Viele Investmentexperten sehen dieser mit Unternehmensdaten gespickten Börsenwoche kritisch entgegen. "Zwar versprechen sich die Anleger von der beginnenden Berichtssaison positive Impulse", berichteten die Analysten der Bankgesellschaft Berlin. Allerdings könne die gute Stimmung in den kommenden Tagen kippen, sofern die Unternehmen lediglich die Prognosen erfüllen sollten: "Der Aktienmarkt ist aus technischer Sicht überverkauft und dürfte damit für enttäuschende Nachrichten anfälliger sein."

"Nur selektiv investieren"

Auch die Experten der DZ-Bank äußerten sich kritisch: Die Abkühlung an den Börsen dürfte sich ihrer Ansicht nach zunächst fortsetzen. Für die Berichtssaison rechnen sie nicht mit spektakulären Überraschungen: "Die S&P-500-Unternehmen dürften ihre Gewinne um fünf bis sechs Prozent steigern, womit sie weiter im Plan lägen", so die Prognose. "In Deutschland erwarten wir einen Gewinnanstieg von acht bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr." Die Experten raten Anlegern zur Vorsicht und - vor allem nach Kursrückschlägen - nur selektiv zu investieren.

Volker Borghoff, Aktienstratege bei HSBC Trinkaus & Burkhardt wird noch deutlicher. Der Dax  könnte in dieser Woche leicht fünf Prozent an Wert verlieren, schätzt Borghoff. Für die kommenden drei Monate beziffert er das Rückschlagspotenzial auf 20 bis 30 Prozent. "Selten war ich mir so sicher wie dieses Mal", bekräftigte er seine pessimistische Prognose. "Das Problem werden indes weniger die Zahlen zum zweiten Quartal als die wegen der schwachen Konjunktur verhaltenen Ausblicke sein", fügte er hinzu.

Alan Greenspan vor dem Kongress

Auf eben der Konjunkturseite wird am Dienstag das Saldo der Konjunkturerwartungen des Zentrums für europäische Wirtschaftsentwicklung (ZEW) erwartet. Die in dem Index zusammengefassten Konjunkturerwartungen von Analysten und institutionellen Anleger hatten sich zuletzt sechs Mal in Folge verbessert. Dagegen hatten Konjunkturindikatoren, die nicht Stimmungen wiedergeben sondern Fakten messen, enttäuscht.

Aus Übersee kommen nächste Woche Zahlen über die Verbraucherpreise (Dienstag) und die Industrieproduktion (Mittwoch). Außerdem erwarteten sich Börsianer von der halbjährlichen Rede von US-Zentralbank-Chef Alan Greenspan vor dem Kongress Hinweise auf die weitere Geldpolitik der USA.



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Nassie:

Punktlandung bei Intel erwartet

 
13.07.03 22:24
Analysten erwarten Punktlandung bei Intel
Aktie des Tages: Chip-Hersteller peilt mit Quartalszahlen Mitte des Prognosekorridors an - IT-Nachfrage scheint sich zu beleben
Bonn -  Intel-Aktionäre verstehen die Welt nicht mehr. Die Informationen über die Perspektiven der Chip-Industrie sind überaus widersprüchlich. Während die Wall Street angesichts kräftiger Kursgewinne der Chip-Aktien auf eine baldige Renaissance der gebeutelten Halbleiterbranche wettet, hat jetzt ausgerechnet Intel-Chef Craig Barrett den Hoffnungen auf ein schnelle Erholung einen Dämpfer versetzt. Der Chip-Manager geht davon aus, dass die Wachstumsraten in der gesamten Halbleiterbranche weiter zurückgehen werden. Allerdings, so beschwichtigt er seine Aktionäre, dürfte sich Intel besser als der Rest der Branche entwickeln.


Andere Experten teilen die Skepsis des Intel-Bosses nicht, sie sehen bereits den berühmten Silberstreif am Horizont. Eine Umfrage von Goldman Sachs unter den Einkäufern der großen Unternehmen deutet an, dass sich die Nachfrage im gesamten IT-Bereich (PC, Software, Telekommunikation) inzwischen stabilisiert. Danach stagnierten im Mai die geplanten IT-Ausgaben, im April waren die beabsichtigten Ausgaben noch um drei Prozent gefallen. Für das Jahr 2004 aber planten die Einkäufer einen IT-Ausgabenanstieg von 3,5 Prozent ein. Die tendenzielle Verbesserung ist ermutigend", so Andrew Root, Analyst für Halbleiteraktien bei Goldman Sachs, der Intel mit "Outperform" einstuft. Eine Beschleunigung der IT-Nachfrage sei die Voraussetzung dafür, dass Umsätze und Gewinnmargen der Halbleiterhersteller zulegen können.


Auch die Handelsorganisation Semiconductor Industry Association beobachtet derzeit eine Belebung in der Chip-Branche. Im Mai sei die globale Nachfrage nach Halbleitern um zwei Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Das sei bereits der dritte Monat in dem der Chip-Umsatz sequentiell gestiegen sei. Die Experten der Gruppe glauben, dass die Halbleiter-Nachfrage in der gerade begonnenen zweiten Jahreshälfte weiter steigen wird.


Morgen sind die Intel-Aktionäre wieder etwas schlauer. Dann legt der Chip-Marktführer sein Quartalsergebnis vor. Intel hat selbst einen Umsatz in der Spanne von 6,6 bis 6,8 Mrd. Dollar angekündigt. Die Analysten erwarten im Durchschnitt, dass Intel beim Umsatz genau in der Mitte seiner angekündigten Spanne bleibt und einen Quartalsgewinn von 13 Cent meldet. Viele Analysten glauben, dass der Chip-Riese seinen Kursanstieg an der Börse fortsetzen kann und empfehlen die Aktie zum Kauf. Mark Edelstone von Morgan Stanley , der zum "Übergewichten" rät, hofft, dass sich die Konjunktur wieder erholt und damit die Nachfrage nach Computer wieder steigt. Davon sollte besonders Intel profitieren, weil der Marktführer ein Spektrum unterschiedlicher Chips anbietet und mit niedrigen Kosten arbeitet.


Clark Westmont von Smith Barney ist zwar für die Chip-Branche skeptisch, unterstellt aber, dass Intel seine Konkurrenten überflügeln kann und stuft die Aktie daher mit "Outperform" ein: "Intel beginnt sich zu beschleunigen, während sich das Wachstum bei den Konkurrenten verlangsamt." Auch Tom Thornhill von UBS Warburg beobachtet, dass Intel seinem Konkurrenten AMD Marktanteile abjagen kann. Außerdem übertrumpfe Intel bei Notebooks die Konkurrenten. Dort seien Zuwachsraten als auch die Margen höher als bei Desktop-PC. Der Analyst hat deshalb sein Kursziel von 26 Dollar auf 29 Dollar angehoben. Allerdings gibt es noch Skeptiker. Dazu zählt Joseph Osha von Merrill Lynch. Der Analyst hält den Aktienkurs für ausgereizt und stuft Intel mit "Neutral" ein.  mai




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JoBar:

Wahrscheinlichwird der Zielpunkt solange hin und

 
13.07.03 22:49
her geschoben bis er geanu da liegt wo Intel schließlich aufprallt.
Die Börsen brauchen "gute" Zaheln und die bekommen sie - noch!

J.
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