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Eigene Windräder für Aarbergen
27.08.2011 - AARBERGEN
Von Hannelore Wiedemann
ENERGIE Rot-grüne Koalition beschließt vier Anlagen an der Grenze zu Hünfelden
Die Gemeinde Aarbergen wird sich mit drei bis vier eigenen Windkraftanlagen am gemeinsamen Windpark im Waldbereich zwischen Hünfelden-Kirberg und Hünstetten-Ketternschwalbach beteiligen. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am Donnerstagabend in namentlicher Abstimmung mit den Stimmen von SPD, Grünen und dem BL-Vertreter Bernd Seel. Außerdem sollen weitere mögliche Standorte für Windkraft in Aarbergen „ergebnisoffen“ geprüft werden. Noch im Februar war die SPD mit einem ähnlichen Antrag in der Gemeindevertretung knapp gescheitert.
Doch anders als vor sechs Monaten hatten die Genossen um den Fraktionsvorsitzenden Dieter Kirschhoch diesmal auch die fünf Stimmen des grünen Koalitionspartners hinter sich. Der setzte denn auch durch, dass vorab eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema Windkraft für die Gesamtgemeinde durchgeführt wird. Einen Antrag der CDU, eine Info-Veranstaltung nur für Panroder Bürger durchzuführen, lehnte die rot-grüne Mehrheit ab.
Weil in Hünfelden ein Windpark gebaut werde, müsse Aarbergen jetzt handeln, begründete der SPD-Chef den Antrag. Von der Panroder Ortslage sei der Bereich Kippel-Ochsenwiese weit genug entfernt, so dass die Bürger nicht beeinträchtigt würden. Wenn die Gemeinde diesen Standort festlege, könne der möglicherweise die ungeeignete Fläche bei Eisighofen ausschließen. Geprüft werden solle zudem, ob eine Anlage als „Bürger-Windrad“ geplant werden könne. Die Anlagen könnten der Gemeinde erhebliche Einnahmen bringen.