USA droht der Stromkollaps –
und China giert immer mehr nach
Energie
Vor allem die USA stehen vor einem
Stromkollaps. Viele der insbesondere
in den 1950er und 1960er Jahren
gebauten Kohlekraftwerke arbeiten
ineffizient und damit unwirtschaftlich.
Sie müssen dringend vom Netz genommen
werden. Der Stromverbrauch
steigt hingegen kontinuierlich. So wird
es für die USA zu einer Notwendigkeit,
die Anzahl ihrer Kernreaktoren in den
kommenden Jahren zu erhöhen. Die
ersten Maßnahmen in diese Richtung
wurden bereits eingeleitet, Details dazu
finden Sie in Verbindung mit meinen
Top-Empfehlungen.
Und wie sieht es in China aus? Die
New York Times meldete im Dezember
2009, dass China im kommenden Jahrzehnt
dreimal so viele Kernkraftwerke
bauen will wie der Rest der Welt
zusammen. Fakt ist, dass China aktuell
11 Reaktoren betreibt und in den nächsten
15 Jahren jährlich 10 neue Reaktoren
ans Netz bringen will.
Woher soll das benötigte Uran in
Zukunft kommen?
Klar ist, dass aktuell 436 Reaktoren
am Netz sind und bis 2030 mindestens
400 weitere hinzukommen sollen.
Selbst wenn bis dahin die Hälfte der
alten Reaktoren abgeschaltet worden
sein sollte, würden noch immer mehr
als 600 Reaktoren verbleiben. Wo sollen
nun nach 35 Jahren, in denen
nichts mehr in die Erschließung neuer
Uran-Vorkommen investiert wurde,
die benötigten Mengen herkommen?
Allein in den USA werden schon heute
jährlich über 50 Mio. Pfund Uran verbraucht.
Dem gegenüber steht eine
Produktion von gerade einmal 4 Mio.
Pfund. Das bedeutet, dass die USA
93% ihres Uranbedarfs schon jetzt
importieren müssen. Bisher kam der
Großteil dieser 93% aus abgerüsteten
Atomwaffen der Roten Armee. Deren
Bestände sind mittlerweile aber nahezu
erschöpft. Die US-amerikanische
Uran-Quelle versiegt also, und von
China wollen wir an dieser Stelle erst
gar nicht sprechen.
Fazit und Ausblick
Fassen wir das Ganze noch einmal
zusammen: Schon jetzt verbraucht die
Kernkraft-Industrie fast doppelt so viel
Uran, wie aktuell produziert wird. Der
Verbrauch lag beispielsweise in 2006
weltweit bei 66.500 Tonnen und wird
von der Internationalen Atomenergieorganisation
(IAEO) durch den Neubau
von Kernkraftwerken für das Jahr
2030 auf bis zu 120.000 Tonnen
geschätzt. Der aktuelle Abbau deckt
etwa 60% des Bedarfs, der Rest wird
durch alte Haldenbestände,Wiederaufarbeitung
und abgerüstete Kernwaffen
gedeckt. Noch! – Denn die Möglichkeiten
des Abrüstens sind endlich. Und
Russland ist bereits abrüstungstechnisch
am Ende. Gleichzeitig wurde
aber seit Mitte der 1970er Jahre wenig
bis gar nichts mehr in die Erschließung
neuer Vorkommen bzw. den Ausbau
mittlerweile geschlossener Minen
investiert.
Da braut sich also gehörig was
zusammen am Uranmarkt. Der Uranpreis
dürfte in nicht allzu ferner Zeit
wieder kräftig anziehen. Vor allem in
den USA, Japan und Frankreich, die
zusammen 58% allen Urans verbrauchen,
sucht man händeringend nach
neuen Quellen.
Glücklich schätzen können sich also
Unternehmen, die entweder bereits
Uran fördern oder sich kurz vor dem
Produktionsstart befinden. Vier interessante
Firmen, die teilweise schon 30
Jahre im Geschäft sind, will ich Ihnen
im Folgenden vorstellen.
Doch auch bei den großen, reinen
Uran-Produzenten gibt es gewisse
Qualitätsunterschiede sowie unterschiedliche
Aussichten hinsichtlich der
zu erwartenden zukünftigen Performance.
Zuerst stelle ich Ihnen meine
beiden Top-Empfehlungen aus dem
Uran-Sektor vor. Dabei handelt es sich
um einen Branchenriesen mit enormem
Kurspotenzial und eine spekulativere
Aktie, die uns noch viel Freude
bereiten sollte.