was zu den Postings von halbgott gestern schreiben.
Ich will seine Argumentation garnicht grundsätzlich kritisieren. Die Ansicht ist ja legitim.
Mich wundert nur der zeitpunkt dieser Argumentation.
Denn wenn er das vor 6 Monaten geschrieben hätte, hätte ich es super nachvollziehen können. Seitdem wird ja genau diese Rotation von Corona-Gewinnern zu Corona-Verlieren und Zyklikern geführt, und spätestens seit februar wird sie an den Märkten auch ganz stark umgesetzt. Egal ob Youtube.Kanäle diverser Finanzanalysten und Journalisten, wie Markus Koch, oder ob Threads in Foren wie diesem hier, überall gibt es diese Argumentation oder Befürchtung seit Spätherbst 2020. Genau deshalb laufen Aktien wie Hellofresh oder Westwing seit Januar/Februar seitwärts. Hellofresh steht nur 10% über den Hochs vom Oktober, obwohl man seitdem mehrmals die Prognosen angehoben hat.
Währenddessen hat der Dax/MDax und Dow Jones sehr klare Allzeithochs hingelegt und diverse Zykliker haben extrem stark performed, sogar die teils bilanzschwachen Automibilwerte und Zulieferer mit teils unsicheren Geschäftsaussichten. Auch diverse Rohstoffwerte und Konsumwerte haben extrem zugelegt, in meinem Depot performen sie seit einem halben Jahr die Corona-Gewinner klar aus. Selbst das alles (also die Performance) muss noch kein Argument gegen halbgotts Argumentation sein, aber wenn man dann zum Kern kommt, also der Bewertung im vergleich zur Perspektive, sehe ich mittlerweile viele Zykliker, die mit KGVs um die 20 bewertet werden, und zwar schon für die Prognosen für 2021/22, die teilweise sogar die Hochs von 2019 wieder erreicht oder überschritten haben. Wenn ich mir jetzt im Vergleich Westwing anschaue, die noch jahrelang zweistellig wachsen dürfte, aber nur mit EV/UMsatz von 1,0-1,1 (bei 11-12% Marge) und EV/Überschuss von 16-17 fürs kommende Jahr bewertet wird, dann frage ich mich, wieso ich ausgerechnet jetzt in die Corona-Verlierer, Zykliker etc. einsteigen soll und die Aktien vernachlässigen soll, die die letzten 4-5 Monate schon entgegen ihrer starken Gewinnentwicklung und Wachstumsfantasie underperformed haben.
Ich will seine Argumentation garnicht grundsätzlich kritisieren. Die Ansicht ist ja legitim.
Mich wundert nur der zeitpunkt dieser Argumentation.
Denn wenn er das vor 6 Monaten geschrieben hätte, hätte ich es super nachvollziehen können. Seitdem wird ja genau diese Rotation von Corona-Gewinnern zu Corona-Verlieren und Zyklikern geführt, und spätestens seit februar wird sie an den Märkten auch ganz stark umgesetzt. Egal ob Youtube.Kanäle diverser Finanzanalysten und Journalisten, wie Markus Koch, oder ob Threads in Foren wie diesem hier, überall gibt es diese Argumentation oder Befürchtung seit Spätherbst 2020. Genau deshalb laufen Aktien wie Hellofresh oder Westwing seit Januar/Februar seitwärts. Hellofresh steht nur 10% über den Hochs vom Oktober, obwohl man seitdem mehrmals die Prognosen angehoben hat.
Währenddessen hat der Dax/MDax und Dow Jones sehr klare Allzeithochs hingelegt und diverse Zykliker haben extrem stark performed, sogar die teils bilanzschwachen Automibilwerte und Zulieferer mit teils unsicheren Geschäftsaussichten. Auch diverse Rohstoffwerte und Konsumwerte haben extrem zugelegt, in meinem Depot performen sie seit einem halben Jahr die Corona-Gewinner klar aus. Selbst das alles (also die Performance) muss noch kein Argument gegen halbgotts Argumentation sein, aber wenn man dann zum Kern kommt, also der Bewertung im vergleich zur Perspektive, sehe ich mittlerweile viele Zykliker, die mit KGVs um die 20 bewertet werden, und zwar schon für die Prognosen für 2021/22, die teilweise sogar die Hochs von 2019 wieder erreicht oder überschritten haben. Wenn ich mir jetzt im Vergleich Westwing anschaue, die noch jahrelang zweistellig wachsen dürfte, aber nur mit EV/UMsatz von 1,0-1,1 (bei 11-12% Marge) und EV/Überschuss von 16-17 fürs kommende Jahr bewertet wird, dann frage ich mich, wieso ich ausgerechnet jetzt in die Corona-Verlierer, Zykliker etc. einsteigen soll und die Aktien vernachlässigen soll, die die letzten 4-5 Monate schon entgegen ihrer starken Gewinnentwicklung und Wachstumsfantasie underperformed haben.
the harder we fight the higher the wall
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