Düngemittelhersteller K+S plant neue Minenprojekte
Epoch Times, Sonntag, 12.Januar 2014 02:00
Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S sucht neue Abbaugebiete. Zwar erschließt sichder DAX-Konzern derzeit mit dem Projekt "Legacy" bereits eine neue Mine in Kanada, der hessische Konzern wolle sich aber auf das absehbare Ende der zunehmend ausgebeuteten deutschen Bergwerke vorbereiten, sagte der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner der "Welt am Sonntag" (Ausgabe vom 12.Januar). "NachLegacywerden weitere Minen-Aktivitäten folgen müssen."
Noch sei das allerdings Zukunftsmusik undnichts für die nächsten zehn Jahre. "Jetzt konzentrieren wir uns auf Kanada", betonte Steiner. 2016 solle die Produktion dort beginnen, zum Start mit einer Kapazität von rund zwei Millionen Tonnen im Jahr. "Langfristig können es vier Millionen Tonnen werden." Mit dem rund drei Milliarden Euroteuren Legacy-Projekt will sich K+S nach Aussage von Steiner neue Vorräte und Kunden erschließen und zugleich die Produktionskosten senken. "Der Abbau in Kanada kostet deutlich weniger als das, was wir im klassischen Bergbau derzeit in Deutschlandaufwenden." Für K+S ist das entscheidend, nachdem im vergangenen Jahr ein Kartell zwischen Uralkali und Belaruskali platzte. In der Folge sanken die Weltmarktpreise für Kaliumchlorid um über ein Viertel. "Die vergangenen Monate waren nicht einfach", gab Steiner zu. "Wennder Kalipreis um bis zu 100 Dollar proTonne sinkt, spiegelt sich das natürlichin den Zahlen wider. Mittlerweile scheint aber eine Bodenbildung bei den Preisen stattzufinden. Die große Aufgeregtheit im Markt ist erst einmal vorbei." Eine Prognose für 2014 will der Manager dennoch nicht herausgeben. "Dazu warten wir das Frühjahrs-Geschäft im Februar und März ab. Ich bin aber nicht pessimistisch, wie man jetzt vielleicht erwarten könnte", sagte Steiner...
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