Westdeutscher Geschäftsklimaindex


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Bronco:

Westdeutscher Geschäftsklimaindex

 
19.10.00 16:35
Westdeutscher Geschäftsklimaindex im September auf 98,0 Punkte gesunken

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der westdeutsche Geschäftsklimaindex der gewerblichen
Wirtschaft ist im September 2000 gegenüber dem Vormonat von 98,9 auf 98,0
Punkte gesunken. Dies teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut ifo am Mittwoch in München mit. Das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt hatte zuvor einen Rückgang von 99 auf 98,5 Punkte prognostiziert. In Ostdeutschland ging der Indikator von 105,7 auf 103,8 Punkte zurück. Der Index der Geschäftsbeurteilung sank im Westen von 94,2 auf 93,2 Punkte und im Osten von 123,8 auf 122,4 Punkte, hieß es. Der Indikator der Geschäftserwartung ging im Berichtszeitraum in den alten Bundesländern von 103,8 auf 103,0 Punkten und in den neuen Bundesländern von 88,7 auf 86,2 Punkte zurück./js/jkr/ub  
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SlamDunk:

scheint aber nicht so tragisch zu sein!!

 
19.10.00 16:37
Frankfurt, 19. Okt (Reuters) - Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich im September weiter eingetrübt. Nach den am Donnerstag vom Münchener Ifo-Institut vorgelegten Konjunkturdaten sank der Geschäftsklimaindex Westdeutschland im September auf 98,0 nach revidiert 98,9 (99,0) im August. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Rückgang auf 98,6 Indexpunkte gerechnet. Damit sank der Index auf den tiefsten Stand seit Oktober 1999.

Volkswirte sagten dazu in ersten Reaktionen:


ECKHARD SCHULTE, DRESDNER KLEINWORT BENSON:

"Das zeigt definitiv, dass sich das Wachstum abschwächt. Die Geschäftserwartungen sind jetzt vier Monate lang gefallen, aber sie gehen auch von einem hohen Niveau zurück. Wir sind ziemlich pessimistisch im Vergleich zu den Märkten über das Wachstum im nächsten Jahr, erwarten aber dennoch ein gesundes BIP-Wachstum von 2,5 Prozent.

Für die EZB zeigt das aber nicht, dass es eine anhaltende Abschwächung der Wirtschaft gibt. Sie muss auf die Inflation achten. Die negativen Signale von dieser Seite lassen uns eine weitere Zinserhöhung erwarten, damit die Inflationserwartungen gedämpft werden. Wir erwarten eine Zinserhöhung auf 5,0 Prozent bis zum Jahresende. Ich schließe einen weiteren Schritt auf 5,25 Prozent im nächsten Jahr nicht aus."


LOTHAR HESSLER, HSBC TRINKAUS & BURKHARD, DÜSSELDORF:

"Wir hatten nicht so einen starken Rückgang erwartet. Das signalisiert eine konjunkturelle Trendwende, aber eher eine gemächliche Abschwächung. Die Einflussfaktoren Ölpreis und Euro tendieren auch nicht alle in eine Richtung, deshalb kommt es nicht zu Rezessionsfurcht. Wir behalten weiter unsere Wachstumsprognose bei von 3,1 Prozent in diesem und 2,6 Prozent im nächsten Jahr. Ich erwarte nicht, dass der Ifo-Index in den kommenden Monaten so stark zurückgeht, dass er im Vergleich zu den Vorjahresmonaten mehr als fünf Punkte schwächer ausfällt. Für die Anleger am Rentenmarkt ist es ein Signal, in den langen Laufzeitenbereich zu gehen."


HANS-JÜRGEN MELTZER, DEUTSCHE BANK, FRANKFURT:

"Das ist nicht weit entfernt von unseren Erwartungen. Wir waren von 98,5 ausgegangen. Dass sich Lage und Entwicklung abgeschwächt haben, ist bei den erschreckend hohen Ölpreisen nicht überraschend. Man könnte sich vorstellen, dass die getrübten Geschäftsaussichten im Einzelhandel zu der Abschwächung geführt hat. Für die Industrie sieht es nicht so schlimm aus, da hier schon Ende August die Ölpreise enthalten waren. In der Industrie dürfte sich das Niveau weitgehend auf dem August-Stand halten. Ich glaube nicht, dass wir unsere Konjunkturerwartungen ändern müssen. Wir gehen nach wie vor von einem guten dritten Quartal aus. Wir gehen davon aus, dass sich dass BIP um rund ein Prozent erhöht."

HARALD JÖRG, DRESDNER BANK, FRANKFURT:

"Wir hatten wegen des Ölpreisanstiegs und den Kursverlusten an den Aktienmärkten sogar mit einem stärkeren Rückgang des Geschäftsklimas auf 97 Punkte gerechnet. Deshalb bin ich eher angenehmen überrascht. Über die Konjunktur in Deutschland sagt uns das wenig, dass der Index im vierten Monat nacheinander zurückgegangen ist. Wichtig ist, dass die Geschäftslagebeurteilung (im Unterschied zu den Erwartungen) stabil ist. Da der Indexrückgang vor allem auf die schlechteren Geschäftserwartungen zurückgehen, ist er als temporär zu betrachten.

Man sollte den Index in dieser Phase nicht überbewerten. Die Situation ist vergleichbar mit 1987, als es zum Börsencrash kam und die Geschäftsaussichten schlechter wurden. Danach kamm es zu einer schnellen Erholung. Die harten Fakten wie Auftragseingänge und Industrieproduktion zeigen, dass die Konjunktur weiter eine hohe Dynamik hat."

Das sieht nicht so schlimm aus, vor allem der Markt hat es ja ganz gut verkraftet - endlich mal keine Panik bei schlechten Konjunkturdaten!
SlamDunk
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