Zu deiner Frage, welche fundamentale Daten für einen Absturz beim Gold sprechen.
Dies ist schwierig, denn über den Kursverlauf von heute entscheiden die fundamentalen Daten von morgen.
Doch an dieser Stelle gibt es die verschiedensten Theorien, vom Systemausfall bishin zur Aktienmarktrally ist eigentlich alles vertreten.
Man muss sich nun überlegen, wie es in 6 bis 12 Monaten um die Weltwirtschaft bestellt sein wird, ob es besser oder schlechter als heute sein wird.
Doch woher weiß man, wie sich die Weltwirtschaft zukünftig entwickeln wird?
Dazu kann man seine Erfahrungswerte nutzen und sich vor allem vergangene Krisen genauer anschauen.
Und wenn ich dies tue, so stelle ich fest, dass die Staatsverschuldungen im Vergleich zu 2008 vor der Krise nicht wirklich wesentlich größer geworden sind und selbst ein US-Defizit von fast einer Billion$ mehr zwar viel klingt, doch letztendlich nur 10 bis 15% beträgt, die Zinslast lediglich um etwas mehr als 0,5% steigen wird.
Nun frage ich mich, können diese 0,5% die Weltwirtschaft wirklich umkippen? Da stelle ich mir die Frage, wieso wir es über Jahrzehnte geschafft haben, Wachstumsraten von 2 bis 5% generieren zu können?
Deshalb werden die höheren Schulden das System nicht zu kippen bringen und so wird sich die Weltwirtschaft erholen und in 2 Jahren wird kaum noch jemand über die Finanzkrise sprechen bzw. werden wir dann schon wieder derartig fett im Wachstum stehen, dass die nächste Krise schon wieder anrückt.
Nun kannst du sicherlich verstehen, weshalb ich nicht viel von einem Systemcrash halte und wie der User polo es schon mal erwähnt hat, darin eher ein "System" a la goldseiten ihr Unwesen treibt und den Goldtrend möglichst lange aufrecht erhalten will, so wie die Analysten in Boomzeiten und drohender Krise utopische Kursziele propagieren, um den Banken und inst. Anlegern den Ausstieg auf hohem Niveau zu ermöglichen.
Der Depp ist letztendlich dann der Kleinanleger, der auf die "gemachten" News hereinfällt.
Zwar will ich damit nicht behaupten, dass Dubai, Griechenland & Co. in Wahrheit keine Probleme haben.
Aber werde ich die Meldungen auch nicht überbewerten, denn in einer Erholungsphase ist es völlig normal, dass immer wieder Hiobsbotschaften auftreten und der Weg nach oben "steinig" bleibt.
Wenn man überlegt, dass vor der Krise Anfang 2008 ebenfalls schon mehrere Hiobsbotschaften die Runde machten, die Anleger frühzeitig aussteigen konnten, doch die Anleher diese Botschaften fast schon ignorierten und erst im Herbst begriffen haben, dass sie sich in einer großen Krise befinden.
Nun passiert das Gegenteil und jede Meldung "hochgepusht" wird und plötzlich von regem Interesse ist.
So kann sich nun jeder seine Gedanken machen, ob er am Systemcrash festhalten will oder doch die Möglichkeit eines Aufschwungs ins kalkül zieht. Solange die Voraussetzungen für die Unternehmen günstig sind (niedrige Rohstoffpreise, niedrige Zinsen, gesundes EUR/USD, Inflation niedrig), wird sich die Weltwirtschaft auch weiter erholen.
Und erst wenn die Inflation auch "wirklich" zur Hyperinflation zu werden droht oder sich andere Bedingungen verschlechtern, werde ich Gold als Absicherung wieder in Betracht ziehen.